"Keine Entwarnung in Hitzacker"
Das Hochwasser bei Twitter
Nach dem #Hochwasser: #Öl- #Trennverfahren in #Deggendorf http://t.co/9VKilhZRJq
Nach dem #Hochwasser wird die Wasserstraße #Elbe mit Hilfe von #Peilschiffen aufgeräumt http://t.co/aLQrDwV0Bn
#Elbe-#Hochwasser u. #Donau-Hochwasser im Juni 2013 mit vergleichbarer Intensität, aber unterschiedlichen Folgen http://t.co/Va8ReEm4hM
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#Hochwasser #PAREY-EP @ #PAREYER-VERBINDUNGSKANAL ---> #Pegel in 1 h um 2 cm auf 568 cm gefallen. [Stand: 17:00]
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#Hochwasser #BOIZENBURG @ #ELBE ---> #Pegel (604 cm) seit 1 h konstant. [Stand: 17:00]
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RT @Ottostadt: #Hochwasser #Magdeburg Der Kontostand auf dem Spendenkonto der Landeshauptstadt beträgt derzeit 272.259,33 Euro.
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#Hochwasser #GARZ-UP @ #UNTERE-HAVEL-WASSERSTRASSE ---> #Pegel (384 cm) seit 1 h konstant. [Stand: 17:30]
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#Hochwasser #GARZ-OP @ #UNTERE-HAVEL-WASSERSTRASSE ---> #Pegel (386 cm) seit 1 h konstant. [Stand: 17:30]
#Hochwasser #GNEVSDORF-EP @ #UNTERE-HAVEL-WASSERSTRASSE ---> #Pegel in 1 h um 1 cm auf 592 cm gefallen. [Stand: 17:30]
Nachrichtenticker
10:33 Uhr: Die Hochwasser-Lage in Lauenburg ist nach wie vor angespannt. Der Pegelstand der Elbe sei seit Montagabend um zwölf Zentimeter auf 9,57 Meter gestiegen, pro Stunde steige das Wasser noch um einen Zentimeter, sagte ein Sprecher des Krisenstabs. "Jetzt heißt es beaobachten und warten", sagte der Sprecher. Deichläufer und Hubschrauber inspizierten die Deiche auf Schäden.
09:23 Uhr: Das aktuelle Hochwasser könnte Auswirkungen auf die Kartoffelernte in Deutschland haben. Die Folge seien womöglich ein knapperes Angebot und steigende Preise, warnte der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) in der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. "Es wird Ausfälle geben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es regional zu Versorgungsengpässen mit Pommes, Knödeln und Chips kommt", sagte BOGK-Geschäftsführer Horst-Peter Karos der Zeitung.
08:58 Uhr: Das aktuelle Hochwasser in Deutschland wird für die Versicherungsbranche nach eigenen Schätzungen nicht so teuer wie das Hochwasser im Jahr 2002. "Damals betrug der gesamte Versicherungsschaden 1,8 Milliarden Euro, das wird in diesem Jahr weniger", sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der "Berliner Zeitung". Genauere Schadenszahlen will der Verband Ende der Woche veröffentlichen.
08:30 Uhr: Die Sperrung einer Elbbrücke wegen Hochwassers in Sachsen-Anhalt sorgt weiter für Verspätungen im Fernbahnverkehr der Bahn. Betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die ICE-Verbindungen Berlin-Köln und Berlin-Frankfurt am Main. Wegen der Umleitungen könne es zu Verspätungen von bis zu drei Stunden kommen. Wie lange die Sperrung der Brücke dauern werde, sei noch nicht abzusehen, sagte ein Bahnsprecher.
08:14 Uhr: Das Elbehochwasser hat in Mecklenburg-Vorpommern seinen Höchststand offenbar erreicht. Am Pegel in Dömitz standen die Fluten am Dienstagmorgen 7,20 Meter hoch, in Boizenburg 7,26 Meter, wie aus dem Hochwasser-Informationsportal pegelonline hervorgeht. Bislang hielten die Dämme, sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim.
07:55 Uhr: In Schnackenburg (Kreis Lüchow-Dannenberg) fällt der Pegelstand bereits leicht. Hochwasser-Experten gehen davon aus, dass die Wasserstände einige Tage auf dem hohen Niveau bleiben werden.
07:37 Uhr: Das Elbe-Hochwasser in Niedersachsen ist zunächst nicht weiter gestiegen. In der Nacht zum Dienstagblieben die Pegelstände weitgehend unverändert, erklärten die Krisenstäbe der betroffenen Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Deichbrüche oder größere Schäden an Schutzwällen gab es bislang nicht.
07:10 Uhr: In Lauenburg in Schleswig-Holstein rüsten sich die Menschen für den Höchststand der Elbe-Flut. Die kritische Marke von 9,30 Metern wurde bereits überschritten, am Dienstagmorgen lag der Pegelstand bei 9,56 Metern. Teile der Altstadt sind ohne Strom, rund 400 Bewohner mussten das bedrohte Gebiet bereits verlassen.
06:42 Uhr: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat länderübergreifende Maßnahmen zum Hochwasserschutz wie Bauverbote am Wasser oder gezielte Vorflutflächen gefordert. Auch Enteignungen dürfe man nicht ausschließen, sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Sie müssen aber immer die Ultima Ratio bleiben", betonte Altmaier.
06:28 Uhr: Der Hochwasserscheitel der Elbe hat Niedersachsen erreicht. Doch anders als flussaufwärts wurden hier noch keine größeren Schäden gemeldet. Der Wasserstand in den betroffenen Kreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg werde sich nun aber über mehrere Tage auf einem hohen Niveau halten, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit.
06:12 Uhr: In Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hoffen Helfer, der Elbeflut mit Deichen und Sandsäcken standhalten zu können. In Sachsen-Anhalt suchen sich gigantische Wassermengen bei Fischbeck im Landkreis Stendal neue Wege, nachdem am Montag ein Deich gebrochen war. Die Bundeswehr warf Sandsäcke aus Hubschraubern ab, um die Fluten einzudämmen.
05:57 Uhr: Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, macht sich für die Einführung eines "Hochwasserschutz-Beschleunigungsgesetzes" stark. "In einem solchen Gesetz sollte klar werden, dass, auch wenn der Naturschutz betroffen ist oder es Bürgerproteste gibt, im Zweifel der Hochwasserschutz Vorrang hat", sagte er der "Rheinischen Post".
05:51 Uhr: Die Lage in den Ost- und Norddeutschen Hochwassergebieten ist weiter angespannt. In der Nacht zum Dienstag blieben die Pegelstände der Elbe jedoch weitgehend konstant. Im zur Sperrzone erklärten Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern stagnierte der Wasserstand bei 7,20 Metern. In Lauenburg in Schleswig-Holstein stieg er leicht auf zuletzt 9,43 Meter.
23:29 Uhr: Worunter manche Regionen leiden, davon profitieren andere: In Magdeburg fällt der Wasserpegel viel schneller als vorhergesagt. "Nicht 15 Zentimeter pro Stunde, sondern 30 Zentimeter. Die Dämme sind butterweich, es droht Gefahr. Deshalb ist es gut für Magdeburg, dass das Wasser schneller abfließt, aber schlecht für Aken, wohin es fließt," berichtet ZDF-Korrespondent Winand Wernicke.
22:57 Uhr: Die Württembergische Versicherung AG rechnet mit einem höheren Schadenaufwand als nach der Oder- und Elbe-Flutkatastrophe im Jahr 2002. Das Schadenaufkommen betrug damals rund 44 Millionen Euro, jetzt könne es bei gut 50 Millionen Euro liegen. Zwar würden viele der aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2002 eingeleiteten Schutzmaßnahmen greifen, jedoch seien diesmal auch andere Landstriche betroffen. Gestiegene Preise in der Bauwirtschaft sorgten für einen höheren Schadenaufwand.
22:31 Uhr: Die Bilder der beiden Hochwasser in diesem Jahrhundert ähneln sich zwar, aber die Spenden bleiben 2013 bisher hinter den Erwartungen zurück: Jeweils rund eine Million Euro Spenden haben große Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Caritas International, das Aktionsbündnis "Deutschland hilft" oder die Diakonie Katastrophenhilfe seit Beginn der Katastrophe vor einer Woche für die Hochwasseropfer eingenommen - viel weniger als bei der Flut 2002. "Die Spenden fließen dieses Mal eher verhalten", bilanzierte DRK-Sprecher Dieter Schütz. Spendeninfos gibt es unter "spenden.zdf.de".
21:59 Uhr: Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil, hat die Krisengebiete an der Elbe besucht. Schülern, die Sandsackwälle bauten, sprach er hohes Lob aus. "Ohne die freiwillige Feuerwehr, aber auch ohne ganz viel freiwilliges Engagement, ließe sich eine solche Krise nicht bewältigen," sagte Weil im ZDF.
21:35 Uhr: Die deutsche Binnenschifffahrt leidet zunehmend unter dem Hochwasser. Der wirtschaftliche Schaden durch die Einschränkungen im Schiffsverkehr belaufe sich auf mehrere Millionen Euro, teilt der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) in Duisburg mit. Wichtige Wasserstraßen wie Main, Donau oder Elbe seien bereits seit Tagen nicht mehr befahrbar, einige Unternehmen lägen seitdem mit ihrer gesamten Flotte still.
21:09 Uhr: Auch Versicherer und Banken wollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) den Hochwasser-Opfern in Ost- und Süddeutschland schnell helfen. Rösler sprach nach Beratungen mit Branchenvertretern von "einem klaren Signal der Solidarität und Unterstützung", das von Banken und Versicherern ausgehe. Geschädigte sollen schnell und unbürokratisch Abschlagszahlungen auf versicherte Schäden vor Ort erhalten. Die Banken geschädigter Firmen seien bereit, über vorübergehende Stundungen von Kreditverpflichtungen zu sprechen.
20:47 Uhr: Bei Ereignissen wie der Flut reichen als Dokumentation für den Versicherer Fotos, sagt Schadenregulierer Michael Thie, derzeit in Gera im Einsatz. Wenn Aufräumarbeiten schon laufen wenn der Regulierer kommt, sei das in einem solchen Fall kein Problem. Das betonte der Fachmann, der seit über 20 Jahren vor Ort im Einsatz ist, im ZDF.
20:08 Uhr: Nach einer Woche hat die Stadt Dresden den Katastrophenalarm wieder aufgehoben. Zuvor war der Pegelstand der Elbe von der höchsten Alarmstufe 4 auf Stufe 3 gesunken. Auf ihrem Scheitelpunkt hatte die Elbe vergangene Woche einen Wasserstand von 8,76 Metern erreicht. Normal sind knapp 2 Meter, bei der Jahrhundertflut 2002 waren 9,40 Meter gemessen worden. Pro Stunde falle der Pegelstand um zwei bis drei Zentimeter, teilte die Stadt weiter mit.
19:47 Uhr: Hochwasserexperte Professor Emil Dister empfiehlt, dass künftige Hochwasser-Schutzmaßnahmen danach konzipiert werden, was sie schützen müssen. Dass also Industrieanlagen besser geschützt werden sollten, als zum Beispiel landwirtschaftliche Flächen, sagte er im ZDF.
19:22 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck reist am Freitag in die vom Hochwasser betroffene Region in Bayern. Das kündigte er in einem Telefonat mit dem Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD). Gauck mahnte, die betroffenen Gebiete mit den Hochwasserschäden nicht alleine zu lassen. Er werde weiter dafür werben, das Thema als nationales zu betrachten und nicht den Regionen allein aufzubürden, versicherte er in einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Magdeburg, Lutz Trümper (SPD).
18:23 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) atmet auf: "Ich denke, wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Wirhaben in der Masse keine nassen Füße bekommen," sagte er beim Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in Wittenberge.
17:55 Uhr: Die ostdeutsche Wirtschaft bleibt nach einer Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wegen desHochwassers in der Rezession stecken. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte von April bis Juni um 0,2 Prozent und damit das fünfte Quartal in Folge schrumpfen. "Ohne Dauerregen und Hochwasser würde es zu einer schwarzen Null reichen", sagte IWH-Experte Udo Ludwig.
17:28 Uhr: Die Grünen haben Milliardenhilfen für die Hochwasseropfer und ein langfristiges Schutzkonzept gefordert. Bund, Länder und Gemeinden müssten Hilfe von mehreren Milliarden Euro aufbringen, sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt in Berlin. Die Schäden seien noch sehr viel größer als bei der Flut von 2002 - doch die von der Bundesregierung zugesagten Mittel von 100 Millionen Euro seien weit kleiner als damals mit 385 Millionen Euro.
17:21 Uhr: Schnelle Hilfe für die Hochwassergebiete aus dem Forst: Rund 3.300 Reisigbündel haben Forstwirte in Brandenburg am Wochenende produziert. Die sogenannten Faschinen sollen verhindern, dass Erdmassen am Hang abrutschten, teilte das Agrarministerium mit.
17:10 Uhr: Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) schließt Enteignungen von Bauern zum Hochwasserschutz nicht aus. Dies sei aber nur "in letzter Konsequenz in Erwägung zu ziehen", sagte Aigner im oberbayerischen Böbing bei Weilheim. Besser seien einvernehmliche Lösungen mit den betroffenen Landwirten.
16:54 Uhr: Rund 200 Menschen in Höhbeck (Kreis Lüchow-Dannenberg) müssen seit heute Dixi-Klos benutzen. Die Einwohner wurden aufgefordert, ab sofort keine Toilettenspülungen mehr zu benutzen, weil die örtliche Umpumpstation vom Strom genommen werden musste.
16:43 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Besuch im Hochwassergebiet in Brandenburg die Leistung der Helfer im Kampf gegen die Fluten gelobt. Dabei hob sie besonders die Jugend hervor. Das Hochwasser habe Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. "Der Bund wird da die Menschen nicht im Stich lassen", sagte Merkel bei einem Besuch an der Elbe in Wittenberge.
16:30 Uhr: Die Hochwasserlage in Lauenburg hat sich weiter zugespitzt. Der Pegelstand am Pegel Hohnstorf bei Lauenburg lag am Nachmittag deutlich über 9,30 Metern, wie ein Sprecher des Krisenstabes, Karsten Steffen, sagte. Das bedeute, dass der Strom in der Elbstraße abgeschaltet worden sei. Auch die Pumpen hätten in dem Bereich die Arbeit eingestellt. "Das Wasser kommt jetzt durch die Kanalisation."
16:21 Uhr: Angesichts des Rekordhochwassers der Elbe wächst die Kritik an der Verbuschung des Elbtals. Der Bewuchs mit Bäumen und Büschen behindere den Abfluss der Wassermassen, sagte Boizenburgs Bürgermeister Harald Jäschke. Die Entlastung durch die Flutung der Havelpolder in Brandenburg werde zum Teil durch den Bewuchs wieder zunichte gemacht.
16:09 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in der Prignitz ein Bild von der Hochwassersituation im Norden Brandenburgs verschafft. Merkel war mit einem Hubschrauber gelandet und ließ sich zunächst in der Feuerwache von Wittenberge über die Prognosen und die Vorbereitungen auf die Flut in der Region informieren. In Wittenberge wird am Dienstag die Flutwelle der Elbe erwartet.
16:03 Uhr: Das Hochwasser behindert auch weiterhin den Bahnverkehr. Wegen der Sperrung einer Elbbrücke bei Schönhausen in Sachsen-Anhalt kommt es auf den Strecken zwischen Hannover und Berlin sowie Frankfurt/Main und Berlin noch immer zu Verspätungen von einer bis zu etwa drei Stunden, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Außerdem fallen einige Zugverbindungen aus.
15:55 Uhr: Während die Schiffe auf dem fränkischen Main bereits wieder fahren können, bleibt der Verkehr auf dem Main-Donau-Kanal sowie der Donau eingeschränkt. Der Kanal war wegen zu viel Sand in der Fahrrinne bei Bamberg noch für die Schifffahrt gesperrt.
15:44 Uhr: Die Bundeswehr muss nach Einschätzung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stärker als bisher auf Katastrophen-Einsätze im Inland ausgerichtet und dafür vorbereitet werden. Einsätze wie bei der aktuellen Hochwasserkatastrophe müssten neben internationalen Missionen ebenfalls als planmäßige Aufgabe der Bundeswehr begriffen werden, sagte der CSU-Politiker. Das müsse sich in der Kapazitätsplanung, bei der technischen Ausstattung und in der Ausbildung niederschlagen, verlangte Herrmann.
15:30 Uhr: Die FDP erwartet eine massive Aufstockung der Bundeshilfen zur Bewältigung der Flutkatastrophe von derzeit 100 Millionen Euro. "Natürlich muss man da entsprechende Mittel bereitstellen. Da wird auch mehr kommen", sagte Spitzenkandidat Rainer Brüderle. Die Größenordnung könne derzeit aber niemand seriös abschätzen. 2002 seien nach der Flut etwa sechs Milliarden Euro an Hilfen geflossen.
15:23 Uhr: Das Land Sachsen-Anhalt hat den Katastrophenschutzstab im Landkreis Stendal entmachtet und übernimmt die Krisenkoordination für das Gebiet selbst. Grund sei die zugespitzte Lage im Katastrophengebiet, teilte eine Sprecherin mit. Nach dem Deichbruch bei Fischbeck sei eine länderübergreifende Zusammenarbeit und ein größerer Bundeswehreinsatz notwendig.
15:16 Uhr: Einsatzkräfte haben bis zum Montag allein in der überfluteten brandenburgischen Region Prignitz eine Million Sandsäcke befüllt und eingesetzt. Nachdem am Sonntagabend der Nachschub in Wittenberge ausgegangen war, trafen am Montagmorgen weitere 300.000 Sandsäcke ein.
15:03 Uhr: Den Bauern in Bayern ist durch das Hochwasser ein Schaden von rund 115 Millionen Euro entstanden. Es seien rund 30.000 Hektar Ackerland, 35.000 Hektar Grünland und knapp 2.500 Hektar gartenbauliche Kulturen von Hochwasserschäden betroffen, teilte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) mit.
14:47 Uhr: Angesichts des Hochwassers bringt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Versicherungspflicht gegen Naturkatastrophen ins Gespräch. "Würde diese möglichst umfassend definiert, könnte sie schnell akzeptiert sein", teilte das DIW in Berlin mit. "Denn von Sturm oder Starkregen kann jeder getroffen werden."
14:35 Uhr: Die Hochwasserlage in Lauenburg hat sich weiter zugespitzt. Am Mittag wurde am Pegel Hohnstorf bei Lauenburg ein Stand von 9,30 Metern gemessen, wie ein Sprecher des Krisenstabes, Peter Schütt, sagte. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig dankte den Helfern bereits für ihren Einsatz.
14:26 Uhr: Fürs niedersächsische Hitzacker wird am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr mit einem Höchstwert von 8,15 Meter gerechnet. "Das sind gute Nachrichten für uns", sagte die Sprecherin des Katastrophenschutzstabes des Kreises Lüchow-Dannenberg. Wie lange der Scheitel andauern wird, ist noch unklar. Der Kreis Lüchow-Dannenberg verlässt sich nicht auf die offiziellen Berechnungen der Hochwasserzentrale Magdeburg, die den Höchststand bisher erst für Donnerstag angesagt hatte.
14:12 Uhr: In Wittenberge sind die Menschen derzeit vorsichtig optimistisch. "Der Pegel ist nicht gestiegen", berichtet ZDF-Reporterin Britta Hilpert. Die Flutung der Havelpolder und der Deichbruch stromaufwärts bei Fischbek habe Wittenberge offenbar entlastet.
14:05 Uhr: Die heftigen Unwetter in Sachsen wurden am vergangenen Wochenende auch vom Hochwasser mitverursacht. "In einer solchen Situation kommt Feuchtigkeit von unten nach", sagte Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst. Die schwülwarme Luft sei einer der Auslöser für die Gewitter gewesen. Wenn sie in höhere Regionen aufsteige und abkühle, folgten starke Niederschläge. "Es erinnert ein bisschen an die Tropen", sagte Scholz. Die deutsche Besonderheit: schwerer Hagel.
13:53 Uhr: Für die Einsatzkräfte und die Bewohner in den niederbayerischen Hochwassergebieten ist noch keine Entspannung in Sicht. Heute wurden die gebrochenen Dämme nahe Deggendorf provisorisch gesichert. Sandsäcke, die bislang die Autobahn 92 schützten, wurden an die beschädigten Dämme gebracht. Der neuerliche Regen spülte wieder große Mengen Wasser in die Flüsse.
13:41 Uhr: Im Kampf gegen die Flut haben sogar Gefängnisinsassen in Sachsen-Anhalt eine Sonderschicht eingelegt. 43 Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Burg nähten am Sonntag bis in die Abendstunden insgesamt 5.100 Sandsäcke, wie das Justizministerium mitteilte.
13:28 Uhr: Zur Beseitigung der Schäden durch das Rekordhochwasser in Deutschland muss die öffentliche Hand nach Einschätzung von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieben Milliarden Euro oder mehr aufbringen. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir einen Fluthilfefonds brauchen in ähnlicher Dimension wie 2002", sagte Steinbrück in Berlin.
13:21 Uhr: Die überflutete Autobahn 3 Nürnberg-Passau wird noch mindestens bis zum Wochenende komplett gesperrt bleiben. Das sagte eine Sprecherin des Deggendorfer Landratsamtes. "Die Autobahn steht noch immer unter Wasser", schilderte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern die Situation auf der Autobahn nahe Deggendorf. Die Autobahn 92 Deggendorf-München ist schon seit einigen Tagen wieder auf je einer Spur befahrbar.
13:09 Uhr: Der Landkreis Prignitz hat wegen des Hochwassers verboten, die Elbe-Deichanlagen zu betreten. Auch Bußgelder drohen. Polizeibeamte kontrollierten die Einhaltung, teilte Landrat Hans Lange (CDU) mit. Katastrophen-Touristen hätten seit Beginn des Hochwassers immer wieder die Arbeit der Einsatzkräfte behindert. "Mancher Gaffer ist sogar auf die Sandsackwälle gestiegen. Das geht überhaupt nicht", betonte Lange.
13:00 Uhr: Rund eine Woche nach der Jahrhundert-Flut in Passau können die Bürger ihr Trinkwasser wieder nutzen, ohne es vorher abzukochen. Untersuchungen hätten keine Verunreinigung des Trinkwassers gezeigt, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Die Empfehlung, das Wasser abzukochen, sei damit aufgehoben. Komplett wieder hergestellt ist die Trinkwasserversorgung in der Dreiflüssestadt indes noch nicht.
12:51 Uhr: Die Einwohner aus der vom Elbe-Hochwasser bedrohten Stadt Mühlberg können in ihre Häuser zurück. Landrat Christian Jaschinski (CDU) entschied mit dem Krisenstab, die Evakuierung der Stadt ab 15 Uhr aufzuheben, teilte die Kreisverwaltung in Herzberg mit. An den Notunterkünften werden Busse für den Rücktransport bereitgestellt, hieß es.
12:42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Nachmittag über die Situation im Hochwassergebiet im brandenburgischen Wittenberge informieren. Gemeinsam mit Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) werde sie die Prignitz besuchen, um mit Helfern und Verantwortlichen zu sprechen, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit.
12:33 Uhr: "Leider muss befürchtet werden, dass der Pegel in Wittenberge wieder anschwillt", berichtet ZDF-Reporterin Britta Hilpert. "Das dicke Ende kommt erst noch und es kommt 40 Kilometer lang." Der freiwilligen Aufforderung, die Häuser zu verlassen, seien bislang nur wenige nachgekommen, sie säßen aber sicher auf gepackten Koffern: "Wenn es nötig ist, dann sind sie weg."
12:25 Uhr: Nachdem der Deich bei Fischbeck gebrochen ist, "läuft das Gebiet dahinter wie eine Badewanne voll", berichtet ZDF-Reporterin Sandra Theiß. Fischbeck ist schon komplett unter Wasser, die nächsten Ortschaften Steinitz, Mangelsdorf und Klein-Mangelsdorf werden derzeit evakuiert.
12:15 Uhr: Nach dem Deichbruch an der Elbe bei Fischbeck im Landkreis Stendal spitzt sich die Hochwasserlage in der Region zu. Landrat Carsten Wulfänger (CDU) sagte, in den Kreis strömten aus Richtung Elbe nun rund 1.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Fläche. Der Deich bei Fischbeck sei auf rund 50 bis 100 Metern offen.
12:08 Uhr: Nördlich von Magdeburg gibt es viele Probleme mit den Deichen. "Über Nacht ging das rasant schnell, Dörfer sind überflutet, Tiere stehen im Wasser", berichtet ZDF-Reporter Wienand Wernicke. Auch südlich von Magdeburg bei Kalde seien die Deiche gefährdet.
12:01 Uhr: Im Landkreis Anhalt Bitterfeld ist die Hochwasserlage nach Dammbrüchen am Zusammenfluss von Saale und Elbe im Umland weiter kritisch. Besonders betroffen sei momentan Aken. Die Stadt sei fast vollständig von Wasser umgeben, sagte ein Sprecher des Krisenstabes.
11:50 Uhr: In den Hochwassergebieten in Niedersachsen steigen die Elbefluten weiter an. Wann und in welcher Höhe der Scheitelpunkt erreicht wird, ist aber immer noch unklar. Am Montag gab es unterschiedliche Prognosen, wonach der Höchststand in Hitzacker zwischen Montagabend und Donnerstag erreicht werden könnte.
11:44 Uhr: Das Land Brandenburg leitet Lastwagenverkehr um, damit die A2 durch Sachsen-Anhalt für Hilfseinsätze entlastet wird. Am Vorabend hatten sich dort lange Staus gebildet, weil mehrere Abfahrten gesperrt waren und viele Schaulustige für einen Blick auf die überfluteten Gebiete anhielten.
11:32 Uhr: Der Hochwasserscheitel der Elbe richtet jetzt nördlich von Magdeburg große Schäden an. Ein Deich bei Fischbeck im Landkreis Stendal brach in der Nacht zu Montag. "Die Lage verschärft sich gerade", sagte die Sprecherin des Krisenstabs der Landesregierung, Anke Reppin. Die Gemeinde stehe einen Meter unter Wasser, rund 1.500 Menschen sollten in Sicherheit gebracht werden.
11:23 Uhr: Das Elbe-Hochwasser in Mecklenburg-Vorpommern steigt langsamer als in den zurückliegenden Tagen. Der Wasserstand nehme aktuell pro Stunde einen Zentimeter zu, sagte der Dömitzer Hafenmeister Michael Kirstein. In den Tagen davor waren die Fluten stündlich um vier Zentimeter gestiegen. Möglicherweise ist der langsamere Anstieg ein Effekt der Flutung der Havelpolder in Brandenburg.
11:11 Uhr: Das Rekord-Hochwasser der Donau hat in Budapest in der Nacht zum Montag einen Höchststand erreicht. Der Pegel in der ungarischen Hauptstadt lag bei 8,91 Metern, berichtete die Nachrichtenagentur MTI. Der bisherige Rekordpegel war 2006 mit 8,60 Metern gemessen worden. Die Schäden hielten sich dank des Einsatzes von Tausenden Helfern, die die Dämme verstärkten, in Grenzen.
10:58 Uhr: Leichtes Aufatmen in Magdeburg: Der Elbepegel ist deutlich gesunken. "Das Hochwasser geht schneller zurück als erwartet", sagte eine Sprecherin der Hochwasservorhersagezentrale in Magdeburg. Am Morgen stand der Pegel gegen 9 Uhr bei 7,14 Metern, nachdem er am Sonntag auf die historische Höchstmarke von 7,46 gestiegen war.
10:47 Uhr: Das Ausmaß der Flut in Sachsen lässt sich bislang nicht beziffern. Zuverlässige Daten dazu werde es erst geben, wenn das Wasser abgeflossen ist, teilte die Regierung mit. Insgesamt streckt der Freistaat aus eigener Kasse für die unmittelbare Schadensbeseitigung zunächst 85 Millionen Euro vor.
10:30 Uhr: Niedersachsens Regierungschef Stefan Weil ist ins Hochwassergebiet an der Elbe gefahren. "Es ist eine sehr angespannte Lage, aber es ist auch ein gutes Gefühl, dass alle Beteiligten alles geben und die Vorbereitung ein hohes Niveau hat", sagte der SPD-Politiker in Lüneburg.
10:16 Uhr: Die Grünen fordern als Konsequenz aus dem Jahrhunderthochwasser die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen entlang der Flüsse als Überschwemmungsgebiete. „Die Massenevakuierungen von Zehntausenden in Magdeburg zeigen: Immer neue Jahrhunderthochwasser können wir nicht nur mit Deichbauten bekämpfen. Wir benötigen mehr Raum für unsere Flüsse“, sagte Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin der „Passauer Neuen Presse“
10:03 Uhr: Das Rekordhochwasser sorgt für massive Behinderungen im Bahnverkehr. Nach der Sperrung der Eisenbahn-Elbebrücke in Hämerten, müssen die Züge der ICE-Linien Berlin-Hannover-Hamm-Düsseldorf/Köln und Berlin-Wolfsburg-Kassel-Fulda-Frankfurt/Main großräumig umgeleitet werden. Zwischen Rathenow und Stendal verkehrt laut Deutscher Bahn kein Regionalverkehr. Die Einrichtung eines Busnotverkehrs sei aufgrund des Hochwassers derzeit nicht möglich.
09:51 Uhr: Die Elbe im Kreis Ludwigslust-Parchim hat besorgniserregende Höhen erreicht. In Dömitz lag der Pegel am Morgen bei 7,12 Metern. In Boizenburg waren es zur selben Zeit 6,78 Meter. Damit übertrafen die Werte in Dömitz bereits den historischen Höchststand von 6,72 Metern vom Januar 2011. Der Krisenstab ordnete die Evakuierung des Dömitzer Altenheims an.
09:34 Uhr: Nach dem Deichbruch an der Elbe bei Fischbeck spitzt sich die Hochwasserlage in der Region zu. Nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung verteilen sich die Wassermassen nun in der Fläche. Der Deich war gegen Mitternacht auf einer Länge von rund 50 Metern gebrochen. Die Menschen in Fischbeck wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.
09:18 Uhr: Sachsen war am Sonntag und in der Nacht zum Montag von teils heftigen Regenfällen betroffen, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Im Landkreis Bautzen kam es zu Überschwemmungen. Zahlreiche Straßen wurden überflutet und es gab Verkehrseinschränkungen. Hochwasser gab es auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
09:00 Uhr: Die Hochwasser-Lage in Magdeburg hat sich in der Nacht zum Montag leicht entspannt. Ein Umspannwerk im Stadtteil Rothensee, das 30.000 Haushalte und eine Pumpstation mit Strom versorgt, sei gesichert, sagt ein Sprecher der Bundeswehr im ZDF-Morgenmagazin. Die Soldaten seien momentan Herr der Lage.
08:35 Uhr: Gute Nachricht aus Deggendorf: Alle Dämme haben gehalten. Doch es bleibt viel zu tun: "Viele Häuser können weiter nur mit Booten angefahren werden", berichtet ZDF-Reporter Jan-Philipp Burgard aus Bayern. Der Landrat bezifferte die Schäden auf 500 Millionen Euro.
08:16 Uhr: In Sachsen-Anhalt hat das Hochwasser schon jetzt Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. "Das ist eine nationale Katastrophe. Die ganze Republik ist betroffen. Wir müssen uns gegenseitig helfen", sagt Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt (CDU), im ZDF.
08:05 Uhr: Die Elbe hat in Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg am Morgen die Acht-Meter-Marke überschritten. Um 6.59 Uhr lag der Pegelstand bei 8,05 Meter. Bereits am Sonntag wurde die bisherige Rekordmarke von 2011 (7,70 Meter) geknackt. Der Katastrophenschutzstab des Landkreises erwartet den Scheitel in Hitzacker bis zum Dienstagabend bei 8,20 Meter.
07:58 Uhr: Bis zum Morgen sollte die hochwassergefährdete Unterstadt von Lauenburg geräumt werden. Nach offiziellen Angaben hatten bereits am Sonntag viele der rund 400 betroffenen Anwohner das Gebiet verlassen.
07:40 Uhr: Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker in Niedersachsen wurde bis Sonntagabend evakuiert, rund 280 Anwohner verließen ihre Wohnungen. Dort und in anderen Gemeinden fällt wegen des Hochwassers am Montag an zahlreichen Schulen der Unterricht aus.
07:15 Uhr: Rund 450 Feuerwehrleute und Soldaten der Bundeswehr sollen in Brandenburg in der Nähe der Landesgrenze einen Notdeich zu errichten. Damit soll verhindert werden, dass die Wassermassen in die Havel fließen können. „Da werden wir in der Früh alle Kräfte reinwerfen müssen“, sagte ein Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement. Menschen seien dort aber noch nicht gefährdet.
06:57 Uhr: In Magdeburg ist der Pegelstand der Elbe weiter leicht gesunken. Er lag am Morgen bei 7,22 Metern und damit zwei Zentimeter niedriger als in der Nacht. "Magdeburg ist nicht aus dem Schneider. Die Elbe ist fünfeinhalb Meter höher als sonst. Aber, das Wasser sinkt," berichtet ZDF-Reporterin Nicole Diekmann. "Wir wissen nicht, ob die Deiche halten."
06:41 Uhr: Ein Umspannwerk in Magdeburg ist weiter von den Wassermassen bedroht. Die Anlage im Stadtteil Rothensee ist für die Stromversorgung einer Pumpstation, die das Abwasser der Stadt in eine nahe gelegene Kläranlage befördert, von entscheidender Bedeutung. „Man tut alles, um das Umspannwerk trocken zu halten“, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs der Landesregierung. Der Druck auf die Deiche sei aber weiterhin enorm.
06:28 Uhr: Die Flutwelle der Elbe bewegt sich weiter Richtung Norden und bricht dabei immer neue Rekorde. In Magdeburg stieg der Pegelstand am Sonntag auf die historische Höchstmarke von 7,46 Metern. Auch die Stromversorgung in der Stadt war bedroht. In Sachsen-Anhalt waren bis Montagfrüh mehr als 44.000 Menschen aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen oder hatten dies bereits getan.
06:15 Uhr: Die Überschwemmungen in Sachsen-Anhalt wirken sich auch auf den Bahnverkehr aus: Auf der Strecke Hannover - Berlin wurde in der Nacht die Eisenbahn-Elbebrücke bei Hämerten (Landkreis Stendal) gesperrt. ICE- und IC-Verbindungen sind davon betroffen.
06:01 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat sich nach einem Flug über das Flutgebiet an der Elbe erschüttert über das Ausmaß der Katastrophe gezeigt. Er habe bei seinem Besuch aber kein Zittern und Zagen erlebt, sondern „gefasste Flutopfer“ und „total motivierte Helfer“, sagte er im sächsischen Meißen. Wer keine Säcke schleppen könne, habe vielleicht ein gefülltes Portemonnaie, sagte er mit Blick auf Spenden.
05:49 Uhr: Bei Fischbeck an der Elbe ist in der Nacht ein Deich gebrochen. Auf einer Länge von zehn Metern sei der Deich gegen Mitternacht aufgerissen, teilte der Landkreis mit. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. In Stendal stehe eine Notunterkunft zur Verfügung. Wie viele Menschen betroffen sind, war noch nicht klar, mindestens jedoch einige Hundert.
23:32 Uhr: Der Hochwasser-Scheitel der Elbe kommt Niedersachsen immer näher. In Schnackenburg und Hitzacker wurden bereits neue Rekordwerte erreicht. Wegen der am Wochenende rasant gestiegenen Pegelstände wurde die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker evakuiert.
23:13 Uhr: Die Schulen in der Stadt Magdeburg bleiben wegen des Hochwassers bis Mittwoch geschlossen. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) spricht von einer "absoluten Ausnahmesituation".
22:39 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ist von der Hilfsbereitschaft in den Flutgebieten begeistert. Was die Resultate nach der Flut anbelangt, zeigte er sich im ZDF skeptisch. "Während eines Hochwassers sind alle der Meinung, jetzt müssen die Deiche zurückverlagert werden, und 14 Tage später haben ganz, ganz viele Bedenken", fürchtet er.
22:02 Uhr: "Wir können für heute und morgen nicht garantieren, dass die Deiche halten, das kann niemand wissen", warnt der Oberbürgermeister des von der Flut extrem belasteten Magdeburg, Lutz Trümper. Weiter wird befürchtet, dass das bedrohte Umspannwerk ausfallen könnte. "Dann wären auch die Pumpen, die das Wasser abpumpen, ohne Strom," fürchtet ZDF-Korrespondent Winand Wernicke.
21:33 Uhr: Bundesweit stemmen sich weiterhin rund 70.000 Feuerwehrleute und 11.000 Bundeswehrsoldaten gegen die Flut. Das Technische Hilfswerk (THW) verdoppelte allein in Magdeburg seine Einsatzkräfte auf 2.200. Insgesamt sind in Deutschland 6.000 THW-Helfer im Einsatz. Der Deutsche Feuerwehrverbands-Präsident Hans-Peter Kröger drohte Katastrophentouristen damit, auch sie zur Mithilfe zu verpflichten.
21:05 Uhr: In Mecklenburg Vorpommern rief der Ludwigsluster Landrat Rolf Christiansen (SPD) die Menschen in der betroffenen Region Dömitz und Boizenburg zu größter Vorsicht auf. "Wer nicht in der Region bleiben muss, sollte sich langsam auf den Weg machen", sagte der Chef des Katastrophenabwehrstabes in Dömitz. Am Montag soll das Pflegeheim in Dömitz mit rund 50 Bewohnern evakuiert werden.
20:41 Uhr: In der Hochwasser führenden Elbe bei Pirna ist eine Leiche gefunden worden. Es handle sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen 74 Jahre alten Bewohner eines nahen Seniorenheimes, teilte das sächsische Innenministerium mit. Der Mann soll an Demenz erkrankt gewesen sein und zuvor angedeutet haben, im Hochwasser helfen zu wollen.
20:22 Uhr: Mindestens sieben Menschen sind bisher durch das Hochwasser umgekommen, mehrere werden noch vermisst. Zehntausende Flutopfer wissen nicht, wann sie zurück in ihre Häuser dürfen. Sie sind in Notquartieren, bei Verwandten oder Freunden untergekommen.
19:42 Uhr: Im Süden und in der Mitte Deutschlands drohen in der Nacht Gewitter mit Unwetterpotenzial, später im Südosten Unwetter durch Stark- und Dauerregen. In der Nacht zum Montag fällt im Süden und im Osten weiterhin schauerartiger, anfangs auch gewittriger Regen, der vor allem vom Thüringer Wald bis ins ostbayerische Bergland und nach Sachsen hin gebietsweise sehr ergiebig ausfallen kann.
19:13 Uhr: Zur Entlastung der Elbe-Hochwasserregion rund um Wittenberge in Brandenburg sind die Polder an der Havel geflutet worden.Polder sind von Deichen umgebene Gebiete, die bei Hochwasser absichtlich geflutet werden. Die zehn Polder können bis zu 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen.
18:53 Uhr: Das Rekordhochwasser hat die ungarische Hauptstadt Budapest erreicht. Tausende Helfer sind im Einsatz, um Dämme mit Sandsäcken zu verstärken. In Tschechien begannen an der Moldau die Aufräumarbeiten.
18:25 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will erst nach der Flut in die Hochwassergebiete reisen. Er werde sich nicht am "Gummistiefelwettbewerb" beteiligen, sagte er. "Wenn dann das Ärgste überstanden ist, dann möchte ich mich mit den Betroffenen gerne hinsetzen, wie konkret die Hilfe aussehen soll." Steinbrück forderte die Einsetzung eines Ombudsmanns beziehungsweise einer Ombudsfrau für die Koordinierung der Flutopferhilfe.
18:03 Uhr: Auch donauabwärts der deutschen Krisengebiete schaufeln in Österreich Feuerwehr, Soldaten und freiwillige Helfer Tonnen Schlamm aus zuvor überfluteten Ortschaften. Die Schäden werden mit der Jahrhundertflut 2002 verglichen.
17:43 Uhr: Damit Deichbrüche zumindest so früh wie möglich bemerkt werden, sind fast überall entlang der Elbe sogenannte Deichläufer unterwegs. Steffen Wenzel ist für einen Abschnitt in der Nähe der sächsischen Stadt Torgau zuständig. Stundenlang läuft er an der Elbe entlang. Wenn der Deich irgendwo zu wackeln droht, merkt er es als erster. "Ich wohne selbst nah an der Elbe. Ich will meine Stadt beim Kampf gegen das Hochwasser unterstützen", sagt der freiwillige Helfer.
17:13 Uhr: Die Bundesregierung plant nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" einen Flutgipfel mit allen 16 Ministerpräsidenten. Ziel sei eine faire nationale Lastenverteilung bei der Bewältigung der Flutschäden, schreibt das Blatt in seiner Montagsausgabe. Für eine gemeinsame Anstrengung des Bundes und aller deutschen Bundesländer zur Bewältigung der Flutschäden hatte sich in den vergangenen Tagen bereits Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ausgesprochen.
16:52 Uhr: Im Landkreis Lüneburg sind rund 1.600 Einsatzkräfte von Bundeswehr und Feuerwehren dabei, die Elb-Deiche um 30 Zentimeter zu erhöhen. Im Laufe des Montags soll die Aufstockung von insgesamt 76 Kilometern abgeschlossen sein, sagte ein Sprecher des Katastrophenstabes. Am Mittwoch und Donnerstag werden die höchsten Pegelstände erwartet.
16:35 Uhr: Die Solidarität mit den Opfern der Hochwasser-Katastrophe ist groß - aber noch nicht so groß wie bei der Jahrhundertflut vor elf Jahren. "2002 gab es eine riesige Spendenwelle. Wir haben damals 140 Millionen Euro Spenden bekommen. So stark ist das diesmal nicht", sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes.
16:19 Uhr: In Deggendorf stapeln sich die Spenden für die Hochwassergeschädigten. Kleidung, Schuhe, Zahnbürsten, Duschgel liegen säuberlich aufgereiht in der Aula der Schule - und es kommt immer mehr. Bäckereien haben Kuchen und Gebäck gebracht. Die Anteilnahme sei unglaublich, sagte der Leiter der Mittelschule, Robert Seif. "Die Flutkatastrophe schweißt die Menschen im Raum Deggendorf zusammen."
16:00 Uhr: Nach heftigen Unwettern ist in Teilen Sachsens Katastrophenalarm ausgelöst worden. "Es gibt überschwemmte Straßen, abrutschende Hänge und Hagel von bis zu einem Meter Höhe", sagte eine Sprecherin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Auf die Lage in den Hochwassergebieten entlang der Elbe soll das Unwetter jedoch keine gravierenden Auswirkungen haben.
15:37 Uhr: Der Pegelstand an der Strombrücke in der Innenstadt von Magdeburg hat rund 7,45 Meter erreicht. Das sind 25 Zentimeter mehr als erwartet und rund 70 Zentimeter höher als beim Jahrhunderthochwasser 2002. Weitere fünf bis zehn Zentimeter werden bis bis zum Abend erwartet.
15:21 Uhr: Auch Fußball-Bundesligist FC Augsburg will zugunsten der Opfer der Hochwasserkatastrophe ein Benefizspiel austragen. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl wird in der Vorbereitung auf die neue Saison in Straubing gegen eine Landkreisauswahl antreten. Das Spiel soll am 5. Juli stattfinden.
15:06 Uhr: Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hat erneut Helfer dazu aufgerufen, im Kieswerk Neu Tramm Sandsäcke zu füllen. „Diese sind erst mal auf Vorrat und als Vorsorgemaßnahme gedacht“, sagte die Sprecherin des Krisenstabes, Dagmar Schulz. 1,2 Millionen Säcke seien bis Samstag bereits befüllt worden, um Deiche zu erhöhen und zu stabilisieren. Weitere 200.000 seien in Reserve.
14:38 Uhr: Schaulustige behindern die Arbeit der Hochwasser-Einsatzkräfte in der Prignitz. Brandenburgs Innenminister Woidke reagierte per Pressemitteilung in ungewöhnlich scharfer Form auf die Beeinträchtigungen. Sollten die Katastrophentouristen nicht umgehend verschwinden, werde ein Polizeieinsatz folgen, warnte er.
14:17 Uhr: In Sachsen gehen die Wasserstände zurück. In Pirna wurde die Altstadtbrücke wieder für den Verkehr freigegeben. Allerdings bestehen zahlreiche Straßensperrungen entlang der Elbe fort, so etwa in den Ortsteilen Copitz, Birkwitz/Pratzschwitz, Oberposta, Posta und Obervogelgesang.
13:56 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat den unermüdlichen Einsatz Tausender Rettungskräfte und die Hilfsbereitschaft unzähliger Freiwilliger bei der Bewältigung der Flutkatastrophe an Elbe, Saale und Donau gelobt. Bei einem Besuch der Hochwasserregion Halle rief er die Deutschen zur Solidarität mit den Betroffenen auf. "In Deutschland wird es Menschen geben, die sich von der Hilfsbereitschaft anstecken lassen und ihren Geldbeutel öffnen werden", zeigte sich Gauck zuversichtlich.
13:37 Uhr: Einigen Hochwasser-Regionen drohen erneut starke und auch unwetterartige Regenfälle. In einem Gebiet von Thüringen über Sachsen bis zur Lausitz sowie in Bayern könnten bis Montagmorgen innerhalb weniger Stunden örtlich bis zu 50 Liter Regen je Quadratmeter fallen, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD).Die Oberläufe kleinerer Flüsse und Bäche könnten wieder anschwellen. In Bayern drohe am Montag dann auch großflächig starker Regen. Am heftigsten wird es nach bisherigen Vorhersagen das Allgäu treffen.
13:25 Uhr: Wegen der Drohung mit Anschlägen auf durchgeweichte Dämme verstärkt Sachsen-Anhalt die Kontrollen im Hochwassergebiet. "Wir nehmen das in der jetzigen Situation ernst", sagte Landesinnenminister Holger. Die Deiche werden aus der Luft und am Boden stärker überwacht. Die Drohung stammt offenbar von einer Gruppe, die sich "Germanophobe Flutbrigade" nennt. Ein entsprechendes Schreiben ist auch im Internet veröffentlicht worden.
12:53 Uhr: Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs besteht nicht mehr, der Donaupegel sinkt. Aber die Orte Fischerdorf und Teile von Niederaltaich stehen noch immer unter Wasser. Die Schäden werden grob auf 500 Millionen Euro geschätzt.
12:31 Uhr: Wegen des rasant gestiegenen Wasserstandes der Elbe soll die Altstadt von Hitzacker bis zum Abend evakuiert werden. Die rund 280 Bewohner der von Elbe und Jeetzel umflossenen Altstadtinsel müssten ihre Häuser bis 20 Uhr verlassen, teilt die Stadt mit. Die Wassermassen haben in der Nacht stärker zugenommen als erwartet.
12:10 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck ist zu Besuch in den Hochwassergebieten: Nach dem Besuch eines Gottesdienstes in der Hallenser Marktkirche St. Marien kommt der Bundespräsident unter Ausschluss der Medien mit Mitarbeitern von Einsatz- und Rettungsdiensten ins Gespräch und besucht einen überfluteten Kindergarten. Anschließend reist der Bundespräsident weiter nachMeißen.
11:45 Uhr: Unbekannte haben Anschläge auf Deiche angedroht. Der Krisenstab der Landesregierung in Sachsen-Anhalt bestätigt die Existenz entsprechender Schreiben. Darin wird angekündigt, man wolle Dämme und Deiche auch in Sachsen-Anhalt beschädigen, um bundesweit Menschen zu schaden. Das Schreiben wird "ernst genommen". Die Luftraumüberwachung an den genannten Deichen ist bereits verstärkt.
11:25 Uhr: Zur Sicherung der Elbe-Deiche werden im Landkreis Lüchow-Dannenberg wieder Freiwillige gesucht. Wegen der gestern angehobenen Prognosen für das Elbe-Hochwasser sollten die Helfer im Kieswerk Tramm Sandsäcke befüllen. Das teilt der Landkreis in Lüchow mit.
11:04 Uhr: Erleichterung in Bitterfeld: 10.000 Menschen aus dem östlichen Teil der Stadt und dem Ort Friedersdorf können in ihre Häuser zurück. Helfern und der Bundeswehr ist es gelungen, ein Leck an einem Deich an dem See Goitzsche zu schließen.
10:40 Uhr: Wegen des Hochwassers hat die Bahn eine Elbebrücke bei Magdeburg gesperrt. Davon ist der Fernverkehr zwischen Hannover und Leipzig betroffen. Laut Bahn enden und beginnen die Intercity-Züge von und nach Hannover im Magdeburger Hauptbahnhof. Zwischen dem Hauptbahnhof und Halle wird ein Busnotverkehr eingerichtet. Ab Halle müssen Reisende dann Nahverkehrszüge nach Leipzig nutzen. Auch der Regionalverkehr aus Leipzig und Berlin nach Magdeburg ist betroffen.
10:07 Uhr: Das Hochwasser trifft auch viele Sportvereine: Weggeschwemmte Boote, beschädigte Stege und Wasser, das meterhoch im Vereinsheim steht. Der Deutsche Olympische Sportbund kündigte die Gründung eines Hilfsfonds an: „Viele Sportvereine sind in ihrer Existenz bedroht. Wir wollen in Härtefällen schnell und unbürokratisch helfen und appellieren an die Solidarität des deutschen Sports“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach.
09:51 Uhr: In Hitzacker wurden am Morgen 7,35 Meter gemessen, in Neu Darchau waren es 6,93 Meter. Bis Mitte der Woche sollen die Pegelstände nach Berechnungen der Hochwasserzentrale in Magdeburg auf 8,45 Meter in Hitzacker und 8,40 Meter in Neu Darchau steigen. Das wären bis zu einem Meter mehr als bei den bisherigen Rekordhochwassern.
09:34 Uhr: In Lauenburg an der Elbe müssen viele Bewohner der Unterstadt ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung soll am Mittag beginnen, sagte ein Sprecher des Krisenstabes. Grund sind die neuen Prognosen der Hochwasservorhersagezentrale Magdeburg. Danach soll die Elbe am Donnerstag am Pegel Hohnstorf bei Lauenburg einen Höchststand von 10,10 Metern erreichen. Dann stünden die tief gelegenen Teile der Stadt mehr als einen Meter hoch unter Wasser.
09:13 Uhr: Tausende Helfer kämpfen in Magdeburg gegen einen immer weiter steigenden Wasserstand der Elbe. Nach einer neuen Prognose könnte an der Strombrücke ein Spitzenstand von 7,50 Metern erreicht werden, teilte der Krisenstab der Landesregierung mit. Ursprünglich war mit einem Wert von 7,20 gerechnet worden. Beim Hochwasser 2002 waren es dort 6,72 Meter.
08:44 Uhr: Der umkämpfte Damm am Zusammenfluss von Saale und Elbe ist gebrochen. Das teilte der Krisenstab der Landesregierung von Sachsen-Anhalt mit. Er rief rund 150 verbliebene Menschen im Raum Groß Rosenburg, Breitenhagen, Lödderitz und Sachsendorf auf, sofort in höhere Gebiete zu flüchten. Die Bruchstelle befindet sich zwischen Klein Rosenburg und dem Schöpfwerk Breitenhagen.
08:30 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck besucht heute die ostdeutschen Hochwassergebiete. Das Staatsoberhaupt will sich am Vormittag in Halle an der Saale und am frühen Nachmittag in Meißen an der Elbe informieren. Neben der Teilnahme an einem Gottesdienst in Halle will Gauck dabei vor allem Gespräche mit Betroffenen des Hochwassers sowie Helfern führen.
08:08 Uhr: Das Rekordhochwasser könnte die Wasserqualität in den Badeseen beeinträchtigen. Kläranlagen könnten überflutet werden, auch Schmutzwasser aus Kanälen könnte an die Oberfläche gelangen, sagt Markus Venohr vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin.
07:00 Uhr: Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) ermahnt die Bürger, Evakuierungsaufforderungen der Stadt nachzukommen. In einem offenen Brief betont er: "Wir müssen auf alles gefasst sein!". Die Stadt erwartet den Hochwasser-Scheitel heute im Laufe des Tages.
06:58 Uhr: Die Bundesregierung plant angeblich einen nationalen Flutgipfel. Die "Leipziger Volkszeitung" schreibt, dabei solle zusammen mit allen Ministerpräsidenten eine faire Lastenverteilung bei der Bewältigung der Flutschäden gewährleistet werden.
06:57 Uhr: In Thüringen könnte es wegen der Überschwemmungen in den kommenden Wochen zu einer Mückenplage kommen. "Mücken fliegen nur, wenn es warm und feucht ist", sagt Insektenforscher Ronald Bellstedt.
06:55 Uhr: In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) steht die Elbe mittlerweile bei 7,43 Meter. Bei dem Hochwasser 2002 lag der höchste Pegelstand bei 6,72 Meter. Ein Altenpflegeheim wurde geräumt. Auch ein Umspannwerk und der Stadtteil Rothensee sind gefährdet.
06:52 Uhr: CSU-Chef Horst Seehofer will die finanziellen Mittel für den Hochwasser-Schutz verdoppeln. "Wir haben bereits 1,6 Milliarden Euro verbaut und werden nach meiner Einschätzung noch einmal dieselbe Größenordnung brauchen", sagt er der "Bild am Sonntag". Es gehe nicht nur um Dämme, "sondern auch um naturnahe Maßnahmen wie Rückhalteflächen".
06:50 Uhr: Wittenberge und Mühlberg sind die Hochwasser-Brennpunkte in der Mark Brandenburg. Die Nacht verläuft in beiden Städten ruhig. Aber ob die Dämme wirklich halten, werden erst die nächsten Tage zeigen.
06:49 Uhr: Die Prognose der zentralen Hochwasservorhersagezentrale Magdeburg mit Höchstständen der Elbe für Lauenburg sorgt in Schleswig-Holstein für Alarmstimmung. Am Donnerstag soll das Wasser in Hohnstorf (Landkreis Lüneburg) auf der anderen Elbseite von Lauenburg bei 10,10 Meter stehen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf waren 9,88 Meter.
06:46 Uhr: Die Pegelstände in Sachsen sinken. Die Lage an der Elbe bleibt aber angespannt - mindestens bis Montag. Das nur langsam abfließende Wasser macht den Deichen zu schaffen. Anfang kommender Woche könnte die höchste Alarmstufe 4 möglicherweise aufgehoben werden.
23:50 Uhr: Für Zehntausende Helfer und Bewohner in den Hochwassergebieten geht in der zweiten Woche der Flut das große Bangen weiter. An der Elbe sind viele Dämme durchweicht und drohen zu brechen. Besonders dramatisch ist die Lage in Sachsen-Anhalt. In Magdeburg droht ein ganzer Stadtteil vollzulaufen. Die Katastrophe bringt die Menschen vielerorts an ihre Grenzen, Tausende mussten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Auch in Norddeutschland könnte sich die Lage stärker zuspitzen als zunächst vorhergesagt.
23:10 Uhr: ZDF-Moderator Markus Lanz hat bei seinem ersten Sommer-"Wetten, dass..?" seine Wette "sehr, sehr gern" verloren. Er hatte nach der Eröffnung in der ausverkauften Stierkampfarena "Coliseo Balear" in Palma de Mallorca provokant gewettet, dass die Menschen in Deutschland und Österreich es nicht schaffen würden, insgesamt 500.000 Euro für die Flutopfer zu spenden. Bis zum Ende der Sendung kamen 552.882 Euro zusammen. Damit hat Lanz die Wette zugunsten der Flutopfer verloren. Wer weiter spenden möchte, Informationen dazu unter "spenden.zdf.de".
22:50 Uhr: Wo das Wasser schon wieder abfließt, bleiben oft stinkender Schlamm und Sperrmüllberge zurück. Viele Anwohner sind darüber fassungslos und schockiert. ZDF-Korrespondent Axel Storm in Deggendorf beobachtet: "Die Menschen sind sehr berührt, wenn sie zu ihren Häusern zurückkommen".
22:20 Uhr: Die Bundeswehr bietet Bayern auch nach dem Aufheben des Katastrophenalarms weitere Hochwasser-Hilfe an. Rechtlich sei das bei Anschlussarbeiten möglich, sagte Bundeswehr-Koordinator Matthias Friese. Er hält weitere Hilfe vor allem in Deggendorf für sinnvoll. "Wir haben die Pionierpanzer, um die Autobahn wieder freizuräumen", ergänzte er. Auch Bagger und Kipplader stünden bereit. Die Bundeswehr könne auch in Elektrizitäts- und Klärwerken helfen, wenn nötig.
21:44 Uhr: Im brandenburgischen Wittenberge werden die Einwohner dazu aufgefordert, freiwillig ihre Häuser zu verlassen. Das meldet ZDF-Korrespondentin Anne Herzlieb. In der Nacht wird ein Elbstand von 7.50 Meter erwartet. Wer sein Haus verlässt, soll Gepäck für drei Tage mitnehmen.
21:13 Uhr: Die Slowakei hat das Rekord-Hochwasser glimpflich überstanden. Die Hauptstadt Bratislava erlebte am Donnerstag mit knapp über 10,30 Metern den historisch höchsten Wasserstand der Donau. Am Samstag sorgte die Scheitelwelle des Flusses auch in den donauabwärts liegenden Bezirken bis Komarno für Rekordwerte. Doch abgesehen von der Überflutung ufernaher Straßen und Keller blieben große Schäden und Todesopfer aus. Die als Lehre aus dem Hochwasser von 2002 erfolgten Investitionen in Schutzmaßnahmen hätten sich offensichtlich bewährt, loben Behörden und Medien.
20:42 Uhr: Auch wenn das Schlimmste im bayrischen Deggendorf überstanden scheint, ist bislang noch unklar, wie hoch die entstandenen Schäden sind. Landrat Christian Bernreiter sagte im ZDF, die Schätzer könnten frühestens ab Montag die Lage analysieren. Bernreiter: "Wir gehen von 500 Millionen Euro Schaden aus."
20:17 Uhr: In den überfluteten Gebieten in Deggendorf in Bayern werden Solaranlagen zunehmend zum Problem: Die Angst, dass der produzierte Strom nicht nur nicht eingespeist werden kann, sondern, dass er unkontrolliert ins Wasser abgegeben wird, geht um. Das berichtet ZDF-Korrespondent Daniel Pontzen.
19:37 Uhr: Der Fußball-Zweitligist TSV 1860 München unterstützt die Flutopfer im Landkreis Deggendorf. Dafür trägt die Profi-Mannschaft am Samstag, 15. Juni, 15 Uhr, ein Benefizspiel gegen die SpVgg Grün-Weiß Deggendorf 03 im Donau-Wald-Stadion aus. Wenn Sie helfen möchten: Spendenkonten finden Sie unter "spenden.zdf.de".
19:16 Uhr: So kritisch sah es für Magdeburg noch nie aus, warnt Oberbürgermeister Lutz Trümper: Derzeit werden in der Elbe 7.40 Meter gemessen, normal sind 2 Meter. Die Bürger fürchten, dass ein Umspannwerk abgeschaltet werden muss, dann wären tausende ohne Strom.
18:56 Uhr: Das Hochwasser der Elbe scheint die Bundesländer am unteren Lauf des Flusses deutlich stärker zu bedrohen als bislang erwartet. In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein warnen die Behörden vor historischen Höchstständen im Laufe der kommenden Woche. "Die Wellen von Elbe und Saale haben sich vereinigt und kommen zusammen Richtung Norden", warnt Achim Stolz, Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.
18:31 Uhr: Im bayerischen Deggendorf haben die Helfer mit ausgelaufenem Öl zu kämpfen: So viel wie möglich wird abgepunmpt. Laut ZDF-Korrespondent Daniel Pontzen können schlimmere Schäden offenbar verhindert werden.
18:02 Uhr: Die Hochwasser-Experten haben ihre Prognose für die erwarteten Wasserstände der Elbe in Niedersachsen deutlich nach oben korrigiert. Nach Berechnungen der Hochwasserzentrale in Magdeburg werden die höchsten Pegelstände am Mittwoch erreicht. In Hitzacker ist demnach eine Rekordmarke von 8,45 Metern möglich.
17:32 Uhr: Die Lage in Magdeburg ist dramatisch: Der Stadtteil Rothensee mit 3.000 Einwohnern wird gerade evakuiert. Es gab, so ZDF-Reporter Winand Wernicke, auch eine Reihe von Bränden . Auch die südlichen Stadtteile seien gefährdet, Es laufe bereits Wasser ein.
17:22 Uhr: Mit Bangen warten die Anwohner in Niedersachsen auf den Hochwasserscheitel der Elbe:Umweltminister Stefan Wenzel hat betroffenen Gebiete am Nachmittag besucht. "Das Ganze ist nach wie vor besorgniserregend", sagte Wenzel in Gartow. DiePegel steigen schneller als erwartet. In Schnackenburgwerden am Nachmittag bereits 7,03 Meter erreicht, in Hitzacker 6,55 Meter.
17:06 Uhr: Die Hochwasser-Situation in Passau entspannt sich zusehends. Der Donau-Pegel ist bis zum Nachmittag auf 8,20 Meter gesunken.Das sind zwar noch knapp vier Meter mehr als der Normal-Pegel von 4,50 Meter - aber auch schon fast fünf Meter weniger als der Höchststand von 12,89 Meter am Dienstag. Bis zum Abend sollten 7,90 Meter erreicht werden.
16:55 Uhr: Tragischer Unfall: Ein Feuerwehrmann hat sich auf dem Weg zum Einsatz an der Hochwasserfront lebensgefährlich verletzt. Bei Delitzsch verunglückte er mit seinem Löschfahrzeug. Sieben weitere Menschen wurden verletzt.
16:35 Uhr: In der Frage, wer die erwarteten Flut-Milliardenschäden zahlen soll sieht Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die anderen Bundesländer mit in der Pflicht: "Das ist eine nationale Aufgabe, da müssen die 16 Bundesländer und der Bund zusammenhalten", sagt er in der "Mitteldeutschen Zeitung". Bisher hat der Bund 100 Millionen Euro Soforthilfe zugesagt.
16:11 Uhr: Zur Entlastung der Elbe-Hochwasserregion rund um Wittenberge (Prignitz) sollen die Havelpolder geflutet werden. Ein genauer Zeitpunkt, wann die Wehre geöffnet werden, steht aber noch nicht fest.Verhindert werden soll ein Rückstau des Wassers in der Havel, die in die Elbe mündet.
15:45 Uhr: Die Menschen in Magdeburg bereiten sich auf das Schlimmste vor. Die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt rechnet für Sonntag mit der größten Flut in der Geschichte der Stadt.Am Nachmittag übersteigt der Pegel an der Strombrücke in der Mitte des Stadtgebietes die Marke von 7,37 Meter. Für Sonntag wird der Höchststand mit 7,40 Metern vorhergesagt.
15:03 Uhr: Wegen Deichschäden im Bereich der Saale-Mündung in die Elbe müssen 10.000 Menschen in Sachsen-Anhalt kurzfristig ihre Häuser verlassen. Nach der Absenkung eines Deiches an der Saale läuft derzeit die Evakuierung der Stadt Aken sowie sieben weiterer Dörfer und Siedlungen. Die Bewohner werden mit Bussen in Sporthallen und Schulen in Osternienburg und Köthen gebracht
14:28 Uhr: Die Sonne macht den Hochwasser-Helfern zu schaffen: "Auf Anfrage versorgen wir die Helfer mit Mückenspray und Sonnencreme", sagte der Sprecher des Technischen Hilfswerks in Sachsen und Thüringen. Auch After-Sun-Lotion sei zu bekommen. Im Zentrallager seien diese Dinge normalerweise nicht vorrätig. Sie würden nun eingekauft oder gespendet. Apotheken und Warenhäuser hätten bereits einen Teil ihres Sortiments abgegeben.
14:14 Uhr: Nach Einschätzung der Behörden ist die Hochwasserlage in Magdeburg so kritisch wie noch nie. "Die nächsten Tage werden extrem und schwierig", sagt Oberbürgermeister Lutz Trümper. Über eine Länge von 20 Kilometern seien mehrere Deiche zu verteidigen. Er gehe davon aus, dass nicht alle Bereiche geschützt werden könnten. Menschenleben seien aber nicht in Gefahr.
13:58 Uhr: Der Bund will Opfern des Hochwassers mit Steuererleichterungen helfen: Bei der Steuererklärung für 2013 könnten neu gekaufte Kleidung und Hausrat von der Steuer abgesetzt werden, heißt es auf der Webseite des Finanzministeriums. Denkbar sei auch die Stundung fälliger Steuern und auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge soll verzichtet werden.
13:38 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck besucht am morgigen Sonntag die ostdeutschen Hochwassergebiete. Das Staatsoberhaupt will sich am Vormittag in Halle an der Saale und am Nachmittag in Meißen an der Elbe informieren. Neben der Teilnahme an einem Gottesdienst wird Gauck dabei vor allem Gespräche mit Betroffenen des Hochwassers sowie Helferinnen und Helfern führen.
13:19 Uhr: Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) hat das Ladenschlussgesetz für die Katastrophengebiete im Land aufgehoben. Ab sofort können damit zum Beispiel Baumärkte und Lebensmittelgeschäfte länger öffnen. Mit der Lockerung des Gesetzes soll Helfern die Möglichkeit gegeben werden, auch am späten Abend Lebensmittel einzukaufen.
12:45 Uhr: Donauabwärts in Österreich ist das Hochwasser fast weg, jetzt kommt der Schlamm: Feuerwehr, Soldaten und freiwillige Helfer schaufeln Tonnen Schlamm aus eben noch überfluteten Ortschaften. Wenn die Erde antrockne, sei sie kaum noch zu beseitigen, warnen die Behörden.
12:01 Uhr: Das Hochwasser macht den sächsischen Hoteliers und Wirten zu schaffen - auch in Gebieten, die gar nicht überschwemmt sind. "Die Leute haben den Eindruck, ganz Sachsen stände unter Wasser", klagt der Geschäftsführer des sächsischen Gaststättenverbandes, Lehmann. Die meisten Ausflugsziele seien noch gut zu erreichen - etwa in der sächsischen Schweiz oder in Dresden. Dennoch würden Reisen storniert.
11:43 Uhr: In Sachsen entspannt sich die Lage ganz langsam. Im gesamten Freistaat werden sinkende Pegelstände registriert.Am Dresdner Elbpegel steht das Wasser um 11 Uhr noch bei 7,95 Meter. Der diesjährige Höchststand war am Donnerstagnachmittag mit 8,76 Meter erreicht worden.
11:24 Uhr: Der Berliner Katastrophenforscher Martin Voss ruft dazu auf, in Katastrophentouristen auch mögliche Helfer zu sehen. "Binden Sie die Leute ein, denn eigentlich wollen die das", sagte der Experte im "Weser-Kurier": "Den Gaffer einzubinden ist besser, als ihn mit Strafen zu überziehen." Hinter der Schaulust steckten ein menschliches Interesse, Neugier und das Bedürfnis zu lernen, worauf man sich selbst einstellen müsse.
11:01 Uhr: Auch die Vierbeiner leiden unter dem Hochwasser:Gerade in Bayern sind einige Tierheime vom Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. "Viele Tierheime in Bayern mussten vorsichtshalber evakuiert werden", sagt die Präsidentin des bayerischen Tierschutzbundes, Nicole Brühl. Einige Schützlingen seien ertrunken.Sie ruft zu Spenden auf.
10:18 Uhr: Nördlich von Klein-Rosenburg (Sachsen-Anhalt) ist ein durchweichter Deich der Saale nicht mehr zu halten. Es droht ein Bruch auf einer Länge von 150 Metern. Die Gebiete Groß Rosenburg und Klein Rosenburg werden evakuiert. 3.000 Menschen müssen sch in Sicherheit bringen.
09:12 Uhr: Im vom Hochwasser schwer betroffenen bayerischen Landkreis Deggendorf dürfen heute ab 10 Uhr die Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Ausgenommen sind die noch immer überfluteten Deggendorfer Stadtteile Fischerdorf und Natternberg sowie der Ort Niederaltaich.
08:44 Uhr: Die Lage im brandenburgischen Mühlberg ist sehr angespannt. Zwar sank der Pegelstand der Elbe seit Freitag auf inzwischen 9,77 Meter, dennoch bleibt der Druck auf die Schutzanlagen enorm.
08:42 Uhr: Katastrophentouristen beim Hochwasser sollten beim Füllen von Sandsäcken helfen oder andere, notwendige Hilfsdienste verrichten. Der Präsident des Feuerwehrverbandes appelliert an die Einsatzleiter, Schaulustige gegebenenfalls zu solchen Arbeiten heranzuziehen.
08:39 Uhr: In Magdeburg spitzt sich die Lage an der Elbezu. Das Wasser an der Strombrücke hat eine Höhe von 7,30 Metern erreicht. Vor allem in Magdeburg-Werder ist die Lage kritisch. An der Zollstraße drücken die Fluten gegen die Ufermauer, auch der Grundwasserstand bereitet hier Probleme.
08:36 Uhr: Wegen eines vermuteten Deichbruchs an der Elbe in Sachsen-Anhalt wird die Ortschaft Susigke evakuiert. Rund 300 Bewohner sollen ihre Häuser verlassen. Für sie stehen Busse bereit.
08:35 Uhr: Das Wasser an der Elbe bei Lauenburg in Schleswig-Holstein steigt weniger stark als befürchtet. Heute Morgen liegt der Pegelstand bei Hohnstorf mit 6,66 Metern 30 Zentimeter unter dem vorhergesagten Wert. "Noch ist die Lage ruhig", sagte ein Behörden-Sprecher.
08:33 Uhr: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht davon aus, dass die Fluthilfen finanziell ohne Steuererhöhungen zu leisten sind. "Wir haben solide gehaushaltet und sind finanziell gut aufgestellt", sagt er der "Passauer Neuen Presse".
08:28 Uhr: Zeichen der Entspannung in Bitterfeld. Die Expertenkommission vor Ort sagt: "Im Ergebnis der Maßnahmen kann der Pegelstand der Goitzsche als stagnierend bezeichnet werden. Das im Goitzsche-Umfeld stehende Wasser geht bereits sichtbar zurück."
23:30 Uhr: In Magdeburg sind am späten Abend rund 650 Bundeswehrsoldaten eingetroffen, um im Kampf gegen das Hochwasser zu helfen. "Eventuell werden es in den nächsten Tagen noch mehr", sagte eine Sprecherin im Krisenstab der Landesregierung. Auf Magdeburg rollt eine gewaltige Hochwasserwelle der Elbe zu.
22:32 Uhr: Bundesweit stemmen sich 70.000 Feuerwehrleute und mehr als 11.300 Bundeswehrsoldaten gegen die Flut. Dazu kommen überall freiwillige Helfer, die unter großem Einsatz den Betroffenen helfen.
21:50 Uhr: Im brandenburgischen Mühlberg an der Elbe dauert die Evakuierung im ganzen Stadtgebiet an. Noch immer haben nicht alle Bewohner in dem von Überflutung bedrohten Ort ihre Wohnungen verlassen, sagte Polizeisprecher Lutz Miersch. "Es wird aber keine Zwangsevakuierung geben", betonte er.
21:10 Uhr: Nach einer kurzen Hochwasser-Pause könnten die Wasserstände des Rheins bald wieder steigen. Ob die Hochwassermarken dann wieder geknackt werden, hänge vom Wetter ab, sagte Martin Klimmer vom Hochwassermeldezentrum Rhein.
20:51 Uhr: Die Stadt Passau hat eine erste Bilanz nach der Hochwasserkatastrophe gezogen. Nach Erhebungen der Verwaltung sind rund 800 Gebäude und 5.000 Menschen vom Hochwasser betroffen. Etwa 80 Prozent der unterbrochenen Stromanschlüsse seien inzwischen wieder in Betrieb.
20:36 Uhr: Der langgestreckte Hochwasserscheitel der Elbe hat Sachsen nahezu passiert und rollt jetzt gen Sachsen-Anhalt. Am Nachmittag stagnierte der Wasserstand auf Höchstniveau auch in Torgau - bei 9,22 Meter. Die Situation im Elbtal bleibt aber nach wie vor ernst. "Sinkende Pegelstände bedeuten keine Entspannung", sagte Landespolizeipräsident Rainer Kann in Dresden.
19:44 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) fordert zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe die Solidarität der anderen Bundesländer. "Das ist eine nationale Aufgabe, da müssen die 16 Bundesländer zusammenhalten", sagte Haseloff im ZDF.
19:22 Uhr: Die Veranstalter und Teams des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) spenden den vom Hochwasser betroffenen Städten Meißen, Pirna und Herzberg je 100.000 Euro. "Angesichts dieser Eindrücke ist es für uns nicht möglich, mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen und uns allein auf ein Autorennen zu konzentrieren", sagte Hans Werner Aufrecht vom Rechteinhaber ITR.
19:01 Uhr: Feuchte Lebensmittel wegwerfen, Hände häufig waschen: Das sächsische Gesundheitsministerium hat Hygienetipps gegeben. Dazu gehört unter anderem, Konserven gründlich zu reinigen und Gemüse aus dem Garten zu kompostieren. Vorsicht sei auch bei zurückbleibendem Flutwasser in Gartenteichen geboten. Zum Bewässern von Obst und Gemüse eigne es sich nur eingeschränkt.
18:52 Uhr: Weil die Klostermauern nicht mehr ausreichend vor der Saaleflut geschützt werden konnten, ist die Saale-Insel Calbe-Gottesgnaden evakuiert worden. Das teilte der Katastrophenschutzstab des Salzlandkreises mit. Betroffen seien rund 60 Menschen.
18:39 Uhr: Der Krisenstab des Landkreises Ludwigslust-Parchim hat vor "Deichpartys" an der Elbe gewarnt. Der Stab beobachte mit Sorge, dass in sozialen Netzwerken nicht nur zur freiwilligen Hilfe am Deich aufgerufen werde, sondern auch zu Deichpartys. Das Betreten der Deichanlagen sei angesichts der Hochwasserlage gefährlich und strikt verboten.
18:33 Uhr: Der Sport hilft den Opfern der Hochwasserkatastrophe: Borussia Dortmund und Michael Ballack haben Spenden angekündigt. Der FC Bayern will im besonders betroffenen Passau ein Benefizspiel austragen.
18:28 Uhr: Ab Samstag wird der gesamte Spreewald wegen des steigenden Hochwassers für Boote gesperrt. Dort sind Touren mit den beliebten Kähnen ebenso wie Kanufahren und Paddeln bis auf weiteres verbotenGrund ist die starke Strömung und weiter steigende Wasserstände.
17:39 Uhr: Zum Schutz vor Plünderern will die Dresdner Polizei verstärkt in den evakuierten Gebieten auf Patrouille gehen. Bislang seien aber keine Plünderungen bekannt. Auch die Deiche will die Polizei weiterhin kontrollieren, um Katastrophentourismus zu verhindern.
17:22 Uhr: Vielen Zierfischen in Dresdener Gartenteichen hat die Elbe-Flut zu unerwarteter Freiheit verholfen. Auf einer unter Wasser stehenden Wiese tummelten sich am Freitag zum Beispiel zahlreiche Koi-Karpfen. Ob das für die Fische am Ende die bessere Alternative ist, bleibt ungewiss: Ein Reiher betrachtete das plätschernde Treiben bereits mit großem Interesse.
17:08 Uhr: Die staatliche Förderbank KfW will den Hochwasseropfern in Deutschland mit einem Maßnahmenpaket von 100 Millionen Euro helfen. Das Kredite würden zu besonders günstigen Konditionen an Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen vergeben, teilte das Institut mit. Der Aktionsplan Hochwasser der KfW bleibt für ein Jahr in Kraft.
17:00 Uhr: In Grimma laufen nach der Überflutung durch das Mulde-Hochwasser die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Mehr als 100 Container fahren permanent zwischen Stadt und Müllablageplatz hin und her. Bis zum Mittag haben sich dort nach Angaben der Stadt bereits 15.000 Kubikmeter Müll angesammelt.
16:51 Uhr: Den Unwettern und Fluten der vergangenen Tage sind in Europa bislang weit mehr als ein Dutzend Menschen zum Opfer gefallen, etliche weitere werden vermisst. Allein in Tschechien wurden zehn Tote gezählt. In Deutschland waren es bislang mindestens sieben.
16:41 Uhr: Die Hochwasser-Katastrophe dürfte für die deutschen Versicherer zum Milliardenschaden werden. "Wir gehen davon aus, dass wir eine Schadenhöhe auf dem Niveau von 2002 erreichen werden", sagte der Vorstandschef der Gothaer Allgemeine, Thomas Leicht. Deutschlandweit belief sich der versicherte Schaden vor elf Jahren auf 1,8 Milliarden Euro.
16:06 Uhr: Nach ZDF-Informationen wird der brandenburgische Ort Mühlberg wegen des Elbe-Hochwassers um 19 Uhr zwangsgeräumt. Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme.
15:45 Uhr: Hochwasserhelfer dürfen innerhalb von Sachsen-Anhalt kostenlos mit verschiedenen Nahverkehrszügen zu ihren Einsätzen fahren. Als Fahrschein würden die Kontrolleure bis 16. Juni Dienstausweise und Uniformen von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk oder bekannten Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz anerkennen, teilte das Verkehrsministerium mit.
15:22 Uhr: Im vom Hochwasser betroffenen Dresdner Stadtteil Laubegast wird am Sonntag zu einem Freiluft-Gottesdienst eingeladen. Die Veranstaltung sei vor der Christophoruskirche geplant, teilte die Kirchgemeindemit. Die Kirche selbst sei von der Flut betroffen.
15:04 Uhr: Hilfe für Sachsen-Anhalt: Der Südwesten schickt fünf Wasserrettungszüge mit 120 Helfern in das vom Hochwasser betroffene Bundesland. Die Rettungszüge sind mit Booten und Rettungstauchern unter anderem auf die Sicherung von Dämmen unter Wasser, zur Sicherung der am Wasser arbeitenden Einsatzkräfte sowie für Evakuierungen bei vom Wasser umschlossenen Gebäuden spezialisiert.
14:25 Uhr: Der DIHK fürchtet, dass der durch die Flut verursachte Schaden höher ausfallen wird als 2002. "2002 betrug derSchaden rund elf Milliarden Euro", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "In einigen Regionen dürfte das Ausmaß der Schäden eher größer sein als 2002." Allerdings sei die Lage noch "zu unübersichtlich, um das Ausmaß der Schäden abschließend beziffern zu können",
14:20 Uhr: Die Dresdner Kultureinrichtungen haben das Hochwasser bislang ohne große Schäden überstanden. Sowohl durch technische Sicherungsmaßnahmen als auch durch das Zusammenwirken im Dresdner Notfallverbund sind Zwinger, Oper und Schauspielhaus trocken geblieben. Lediglich in die Keller von Albertinum und Japanischem Palais sind geringe Wassermengen eingedrungen.
13:42 Uhr: Die Umweltministerkonferenz will auf einer Sondersitzung im Herbst Konsequenzen aus der Hochwasserkatastrophe beraten. Als Beratungsschwerpunkt der Sondertagung kündigte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) als Vorsitzender der Konferenz die möglichst schnelle Umsetzung eines flächendeckenden Hochwasserschutzes an.
13:28 Uhr: Das Hochwasser hat vielen Agrarbetrieben zugesetzt. Bundesweit beliefen sich die bisher festgestellten Schäden schon jetzt auf 172,6 Millionen Euro, wie der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Holger Eichele,in Berlin sagte. Nach Eicheles Worten entfallen die größten Schäden mit 74,6 Millionen Euro auf Bayern.
13:21 Uhr: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fürchtet, dass der durch die Flut verursachte Schaden höher ausfallen wird als 2002. Damals lag der volkswirtschaftliche Schaden bei rund elf Milliarden Euro, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer: "In einigen Regionen dürfte das Ausmaß der Schäden eher größer sein als 2002." Wichtig sei jetzt, den Betrieben schnell und unbürokratisch zu helfen.
13:01 Uhr: In Bayern zieht sich das Hochwasser langsam aber sicher zurück. Laut dem Hochwassernachrichtendienst (HND) registrierten noch 41 von 239 bayerischen Pegeln Hochwasser. Vor allem auf der Donau von Straubing bis Passau bleibt es bei der höchsten Meldestufe 4. In Deggendorf ist die Lage weiterhin kritisch, durchweichte Dämme drohten zu brechen. Passau meldete leicht zurückgehendes Wasser.
12:52 Uhr: In Magdeburg steigt das Hochwasser der Elbe deutlich schneller und vermutlich höher als erwartet. Am Freitagvormittag zeigte in Magdeburg ein Pegel 7,11 Meter, 6,90 Meter waren vorhergesagt. 2002 waren es 6,72 Meter. Normal sind für die Elbe in Magdeburg knapp 2 Meter. Die Stadt foderte 2000 zusätzliche Bundeswehrsoldaten an.
12:45 Uhr: Die vom Hochwasser betroffenen Länder fordern mehr Geld vom Bund und der EU für die Zeit nach der Flut. "Wir werden für die Beseitigung der Schäden und den Wiederaufbau erhebliche Summen benötigen", sagte Thüringens Regierungschefin, Christine Lieberknecht (CDU).Die bislang zur Verfügung stehenden Mittel reichten dafür nicht aus.
12:22 Uhr: In Sachsen-Anhalt hält die Polizei verstärkt Ausschau nach Plünderern. Viele Menschen mussten ihre Wohnungen wegen des Hochwassers verlassen. In den besonders stark von den Fluten betroffenen Gebieten an der Saale patrouillierten seit Tagen Polizeikräfte. Noch sei in keine Wohnung eingebrochen worden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Magdeburg.
11:53 Uhr: Im brandenburgischen Mühlberg wird der Höchststand des Elbehochwassers erwartet. Am Morgenstand der Pegel mit 9,89 Metern knapp zehn Zentimeter unter der Marke des Hochwassers von 2002. Der Krisenstab des Landkreises Egeht davon aus, dass die Deiche bis zu einem Pegelstand von zehn Metern sicher sind.
11:41 Uhr: Champions-League-Sieger Bayern München wird zugunsten der Opfer der Hochwasserkatastrophe ein Benefizspiel austragen. Das sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Die Partie gegen eine Regionalauswahl soll in Kürze in Passau stattfinden.
11:13 Uhr: Im Westen Ungarns hat die Donau neue Hochwasser-Rekorde erreicht. In Nagybajcs, etwa 100 Kilometer westlich von Budapest, wurde mit 8,86 Metereine neue Rekordhöhe gemessen, wie die Behörden mitteilten. 2002 war der Flusspegel dort auf 8,75 Meter gestiegen. Auch in der Hauptstadt Budapest bereiten sich die Menschen auf ein weiteres Ansteigen der Wassermassen vor.
10:56 Uhr: Der Bundesrat hat seine Solidarität mit den Opfern des Hochwassers bekundet. Die betroffenen Menschen müssten schnell und unbürokratisch Hilfe bekommen, sagte der Präsident der Länderkammer, Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) in Berlin. Er dankte den Einsatzkräften und freiwilligen Helfern, die seit Tagen gegen die Wassermassen ankämpfen.
10:48 Uhr: An der bayerischen Donau bleibt die Hochwasserlage kritisch. Im Raum Deggendorf stand das Wasser am Morgen bei 7,60 Meter, durchweichte Dämme drohten zu brechen. In Passau meldete die Stadt hingegen weiter leicht zurückgehendes Wasser.Vor allem an der Donau in Niederbayern blieb es aber bei der höchsten Meldestufe 4.
10:37 Uhr: Das Hochwasser der Elbe ist in den ersten sächsischen Städten auf dem Rückzug. In Dresden wurden niedrigere Wasserstände gemessen, gleichzeitig bedroht die Flut weiter Häuser und Deiche. Die niedrigeren Pegelstände stimmen zwar optimistisch, die Situation an den zum Teil durchweichten Deichen ist aber weiter problematisch.
10:11 Uhr:
09:20 Uhr: Am Freitagmorgen wurde an der Strombrücke erstmals die Marke von 7,00 Meter überschrittene. Beim Hochwasser 2002 war ein Stand von 6,72 Metern erreicht worden. Normal sind für die Elbe in Magdeburg knapp 2 Meter. Der Hochwasserscheitel wird weiterhin für Sonntag erwartet und soll 7,20 Meter betragen.
09:10 Uhr: Die auf einer Insel gelegene Altstadt Hitzackers in Niedersachsen wird bis Sonntag evakuiert. Der Kreis geht von einem Pegelstand der Elbe von 8,15 Metern statt der bisher von der Hochwasserzentrale in Magdeburg angenommenen 7,65 Meter aus.
09:06 Uhr: Die Hochwasserlage in Sachsen hat sich in der Nacht zum Freitag etwas entspannt. An der Elbe in Dresden lag der Wasserstand am Freitagmorgen um 8 Uhr bei 8,61 Meter. Am Donnerstagmorgen waren es noch 8,75 Meter. Beim sogenannten Jahrhunderthochwasser 2002 hatte die Elbe in Dresden eine Höchstmarke von 9,40 Meter erreicht.
08:05 Uhr: Tausende Menschen wurden am Freitag aufgefordert, sofort ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. In dem Gebiet leben 10 000 Bewohner. Wenn Wassermassen unkontrolliert in einen angrenzenden See laufen, könnten Teile von Bitterfeld überflutet werden.
07:28 Uhr: Der Pegelstand der Elbe hat in Magdeburg die Marke des Hochwassers von 2002 überstiegen. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der damalige Höchststand von 6,72 Metern am Donnerstagabend überschritten. Inzwischen liegt er bei 6,97 Metern. Er soll weiter steigen. Der Scheitel wird erst für Sonntag erwartet.
07:10 Uhr: Der Pegelstand der Donau liegt derzeit bei rund 7,60 Meter. Es besteht aber immer noch die Gefahr, dass durchweichte Dämme brechen. Leichte Entspannung gibt es auf den Straßen: Die Autobahn 92 bei Deggendorf ist seit 6 Uhr wieder geöffnet, die A 3 ist aber weiterhin gesperrt.
06:54 Uhr: Erst sorgte das miese Frühjahrswetter für Verdruss bei Thüringens Hoteliers und Wirten, nun die Flut. Betriebe in den betroffenen Urlaubsregionen machen sich Sorgen und hoffen, dass sie bald wie gewohnt Gäste begrüßen können, wie eine Umfrage ergab.
06:43 Uhr: Um die Menschen rechtzeitig vor möglichen Überschwemmungen zu warnen, will der Landkreis Lüchow-Dannenberg ein spezielles Sirenensignal für Katastrophenfälle einsetzen. Das Signal dauert eine Minute und würde bei einem Deichbruch ertönen, wie der Landkreis mitteilte. Ertönt die Sirene, sollten die Anwohner Radio oder Fernsehen einschalten, um weitere Informationen zu erhalten.
06:11 Uhr: Die Hochwasser-Katastrophe in Deutschland führt auch zu Behinderungen im Fernbahnverkehr. Wegen Gleissperrungen im Bereich Wittenberg werden die Züge zwischen Berlin und Leipzig über Dessau umgeleitet und sind eine Stunde länger unterwegs, wie die Deutsche Bahn in der Nacht zum Freitag mitteilte. Auch die Fahrzeiten auf der Strecke Magdeburg-Leipzig und in der Gegenrichtung verlängern sich.
06:10 Uhr: In den deutschen Hochwassergebieten sind nach Angaben von Naturschützern schon zahlreiche Wildtiere umgekommen. Die Fluten hätten vielfach frisch geborene Rehkitze mit sich gerissen. Nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes laufen auch massenhaft unterirdische Baue von Feldhasen und Kaninchen voll Wasser. Stark betroffen außerdem Vögel, die auf Wiesen brüten.
00:00 Uhr: Die vom Hochwasser in Deutschland Betroffenen dürfen auf mehr Hilfe vom Staat hoffen. Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigte Unterstützung in Höhe von 100 Millionen Euro werde „sicher nicht das letzte Wort sein“, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) im ZDF.
23:31 Uhr: Eine dienstbeflissene Briefträgerin hat im Burgenlandkreis trotz Überflutung die Post ausgetragen. Der Wohnort der 54 Jahre alten Elke Rödde war von den Fluten der Saale eingeschlossen und konnte mit Autos nicht verlassen werden. Weil sie ihre Dorfnachbarn in Schellsitz bei Naumburg trotzdem mit Post versorgen wollte, besorgte Rödde sich eine Mitfahrgelegenheit bei der Freiwilligen Feuerwehr. Deren Einsatzwagen holte die Post auf der anderen Seite der Wasserfluten ab. Den Rest erledigte Elke Rödde mit Wathose und Gummistiefeln.
23:12 Uhr: Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, hat sich im ZDF für eine Ablösung der Hilfskräfte in den Hochwassergebieten ausgesprochen. Die Belastung der Helfer, die seit Tagen im Einsatz sind, mache auch angesichts der steigenden Temperaturen "bange".
22:27 Uhr: Ungarn bereitet sich auf ein Rekord-Hochwasser der Donau vor. Die Scheitelwelle werde Budapest am Wochenende erreichen, teilten die Behörden mit. Ministerpräsident Viktor Orban sagte, im schlimmsten Fall müssten 80.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. In Polen gab es in der Nacht bisher die schwersten Überschwemmungen. In Tschechien war für die geplagte tschechische Industriestadt Usti (Aussig) an der Elbe das Schlimmste wohl vorbei. Auch in Prag entspannte sich die Lage an der Moldau.
22:04 Uhr: Einst beherbergten sie Tausende Euro, nun schützenden Sand: Unter den Sandsäcken in den Hochwassergebieten finden sich auch ehemalige Beutel der Deutschen Bundesbank. "Diese sogenannten Packbeutel wurden aus verschiedenen Gründen ausgemustert", sagte eine Sprecherin der Bundesbank. Anschließend seien sie an das Technische Hilfswerk (THW) verschenkt worden.
21:13 Uhr: Hubschrauber der Bundeswehr haben am Abend von Zeithain bei Meißen rund 10.000 Sandsäcke zu einer vom Hochwasser eingeschlossenen Milchviehanlage gebracht. Die Anlage im Ortsteil Kreinitz war in Gefahr, überflutet zu werden. Der Ort sei weder auf dem Land- noch auf dem Seeweg gesichert zu erreichen, teilte die Bundeswehr mit. In der Anlage stehen rund 300 Kühe.
20:52 Uhr: Vorsichtiges Aufatmen in Rheinland-Pfalz: Bis zum Wochenende soll sich die Hochwasserlage an Ober- und Mittelrhein weiter entspannen. Seit heute seien die Pegelstände zwischen Mainz und Kaub nach tagelanger Stagnation spürbar zurückgegangen, sagte Andreas Meuser vom Hochwassermeldezentrum Rhein. Wegen des weiter anhaltenden sonnigen Wetters gehe es wahrscheinlich auch in den kommenden Tagen so weiter. Am Abend lag der Scheitel der Hochwasserwelle bereits bei Wesel im Niederrhein. Bis nach Duisburg sanken zu diesem Zeitpunkt die Pegelstände auf dem gesamten Rhein.
20:38 Uhr: Die sächsische Regierung macht sich dafür stark, dass wirksamer Hochwasserschutz nicht an Einzelinteressen scheitert. Dazu plane man eine Gesetzesinitiative gemeinsam mit Bayern, die dem Gemeinschaftsrecht eine Priorität vor Individualrecht einräume. "Gerade das aktuelle Hochwasser macht wieder deutlich, dass wir noch mehr tun müssen und auch können", sagt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).
20:06 Uhr: Die Flutwelle rollt jetzt nach Norddeutschland. Im Süden und Osten hinterlässt sie Zerstörung. Bundesländer wie Niedersachsen und Brandenburg rüsteten sich für die anrollenden Wassermassen. Mehrere Deiche drohten unter dem Druck des Wassers zu brechen.
19:55 Uhr: Hunderte Studenten helfen in Passau beim Aufräumen nach der Flut. Sie schleppen Sperrmüll weg, schippen Schlamm - und versetzen mit ihrer Hilfsbereitschaft die Einheimischen in Staunen.
19:22 Uhr: Das Elbe-Hochwasser wird für Niedersachsen vermutlich weniger bedrohlich als befürchtet. Die Prognosen für die höchsten Pegelstände wurden heute wieder um rund einen halben Meter nach unten korrigiert. Für die besonders bedrohte Kleinstadt Hitzacker werden nun für Dienstag und Mittwoch Höchststände von 7,65 Metern vorhergesagt.
19:08 Uhr: Hochwasser und Starkregen haben bei Landwirten und Fischern bislang Schäden von rund 173 Millionen Euro angerichtet. Das sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Die Summe werde jedoch noch deutlich ansteigen. Die höchsten finanziellen Einbußen für Bauern wurden mit knapp 75 Millionen Euro aus Bayern gemeldet. Ernteschäden entstanden vor allem bei Spargel, Erdbeeren, Mais und Getreide.
18:57 Uhr: Kein Hochwasser in Semperoper, Sempergalerie, Zwinger und Schloss. Dresdens weltberühmte Kunsttempel blieben von den Fluten der Elbe und ihren Nebenflüssen verschont. Im August 2002 waren die in den Fluten versinkenden Kulturstätten von Weltrang ein Sinnbild der verheerenden Katastrophe. Diesmal haben die Museen uneingeschränkt geöffnet, nur die Oper muss ihren Spielplan ändern: Eine kleine Bühne ist zur Sicherheit gesperrt.
18:49 Uhr: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) fordert, Flüssen wieder mehr Platz zu geben. "Wir müssen dafür sorgen, dass das Wasser seinen Raum hat, damit andere Gegenden wie Städte nicht so stark bedroht werden", sagte Altmaier dem "Straubinger Tagblatt". Für den Hochwasserschutz sei es wichtig, "dass ausreichend Flussauen, Überflutungsgebiete und Polder vorhanden sind". Auch einige Deiche sollten zurückverlegt werden.
18:35 Uhr: Regensburg hat den Katastrophenalarm aufgehoben. Der Donau-Pegel am Eisernen Steg sinke, zuletzt seien 5,59 Meter gemessen worden, teilte die Stadt mit.
18:29 Uhr: Die Bewohner der Lauenburger Altstadt können nun doch vorerst in ihren Häusern bleiben. Aufgrund der günstigeren Hochwasserprognosen habe der Krisenstab die ursprünglich für Freitag angeordnete Evakuierung ausgesetzt. Nach neuesten Schätzungen der Hochwasservorhersagezentrale in Magdeburg soll der Pegel am Mittwochmit 9,20 Metern seinen Höchststand erreichen und danach langsamfallen.
18:10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwassergebieten noch einmal Unterstützung zugesagt. "Ich glaube, dass man sich darauf verlassen kann, dass das Menschenmögliche getan wird", sagte sie bei einem Besuch in Bitterfeld. Dort droht das Wasser eines Sees, in die Innenstadt zu laufen.
17:56 Uhr: Die Diakonie Mitteldeutschland hat einen Hilfsfonds für Flutopfer eingerichtet. Betroffene könnten daraus bis zu 1.500 Euro erhalten, um sich mit neuen persönlichen Dingen, Möbeln und Haushaltsgeräten auszustatten, teilte die Wohlfahrtsorganisation mit.
17:33 Uhr: Hochwassergeschädigte Unternehmen in Sachsen sollen eine Soforthilfe von bis zu 1.500 Euro vom Freistaat erhalten. Das Geld soll am Montag durch die Kommunen ausgezahlt werden. Das erklärten Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und sein sächsischer Kollege Sven Morlok (FDP). Sachsen rechnet mit Gesamtkosten von rund zehn Millionen Euro.
17:18 Uhr: Sechs Tage Blick auf Wien ohne Landgang: Mehr als hundert Briten sitzen auf einem Donau-Kreuzfahrtschiff mitten im Fluss fest. Die Anlegestellen sind überflutet, die Weiterfahrt ist zu gefährlich. Der Kapitän: "Sie haben Essen und Trinken - da sind sie alle schön beruhigt." Heute werden die Touristen befreit.
16:55 Uhr: An der Schwarzen Elster ist ein weiterer Damm bei Jessen (Kreis Wittenberg) gebrochen. Der Deich sei auf einer Länge von 30 Metern aufgerissen, sagte ein Sprecher des Landkreises. Das Wasser ströme auf den Ortsteil Klossa zu. Ein Hubschrauber sei angefordert worden. Ziel sei es, mit dem Ablegen der Sandsäcke aus der Luft die Bruchstelle möglichst zu verkleinern.
16:33 Uhr: In Oberbayern ist nach dem Hochwasser das Schlimmste wohl überstanden. In keinem der betroffenen Landkreise besteht mehr der Katastrophenfall, wie die Bezirksregierung in München mitteilte. Als letzte hoben am Mittwochabend Stadt und Landkreis Rosenheim den Katastrophenalarm auf.
16:11 Uhr: Nachdem zwei Sprengungen erfolglos waren, haben Helfer mit Wasserdruck aus Feuerwehrschläuchen ein zweites Loch in Deiche am Seelhausener See schaffen können. Das Wasser aus dem See fließt jetzt zurück in die Mulde. Damit sinkt die Gefahr, dass Bitterfeld überschwemmt wird.
15:59 Uhr: Beim Sandsack-Füllen ist in Barby (Sachsen-Anhalt) ein Mann zusammengebrochen und gestorben. Der 1950 geborene Mann sei ein freiwilliger Helfer gewesen, teilte der Katastrophenschutzstab des Salzlandkreises mit. Ein Notarzt habe ihm nicht mehr helfen können.
15:48 Uhr: Tschechiens Finanzminister Miroslav Kalousek will Hochwasser-Opfern an Elbe und Moldau Steuern ganz oder teilweise erlassen.Über die Umsetzung werde im Ministerium noch beraten. Zuvor hatte die Finanzverwaltung angekündigt, Fristen für Steuerzahlungen zu verlängern. Die nächsten Parlamentswahlen finden in Tschechien voraussichtlich in einem Jahr statt.
15:09 Uhr: Die Umweltminister von Mecklenburg Vorpommern und Niedersachsen, Till Backhaus (SPD) und Stefan Wenzel (Grüne), halten weitere Investitionen in die Deichsysteme für unumgänglich. Das könnten die Länder aber nicht allein leisten. "Die Deiche sind besser denn je, dennoch haben wir heute ein Problem", sagte Backhaus. Derzeit führt die Eleb das dritte große Hochwassers innerhalb eines Jahrzehnts.
14:45 Uhr: Die Nachfrage nach den Soforthilfen für Hochwasser-Geschädigte in Rosenheim ist groß. "Es ist bei uns so, dass seit halb sieben im Rathaus der Ansturm nicht abreißt", sagte Sprecher Christian Schwalm. Die bayerische Staatsregierung hatte Hilfsgelder von 1.500 Euro für Privatleute und 5.000 Euro für Unternehmer beschlossen.
14:15 Uhr: Der Katastrophenalarm in Leipzig wird aufgehoben. Wie das Umweltdezernat mitteilte, sind alle Schulen und Kindertagesstätten von Freitag an wieder geöffnet. Der Wildpark im Auenwald bleibt hingegen vorerst weiter geschlossen.
14:11 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird für Donnerstagnachmittag im Katastrophengebiet im Süden Sachsen-Anhalts erwartet. Bundespräsident Joachim Gauck reist am Sonntag in die Hochwasserregionen an Saale und Elbe. In Halle werde der Präsident am Morgen an einem Gottesdienst teilnehmen, teilte das Bundespräsidialamt mit.
12:53 Uhr: Die Elbe hat in Dresden wohl den Höchststand erreicht. Um 12.00 Uhr lag der Pegelstand bei 8,76 Metern. "Der Wert ist seit zwei Stunden gleichbleibend", sagte ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums. Damit liegt das Maximum unter der Prognose, die von etwa neun Metern ausgegangen war. Während Stadtteile im Osten und Westen unter Wasser standen, blieb die historische Altstadt mit Semperoper, Schloss, Frauenkirche und Zwinger anders als bei der Flut 2002 verschont.
12:29 Uhr: Thüringen hat beim Hochwasser das Schlimmste überstanden, die Lage entspannt sich am Donnerstag weiter. Nur noch an drei Messstellen der Saale - in Kaulsdorf, Rothenstein und Camburg-Stöben - galt die höchste Alarmstufe 3, wie die Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena mitteilte.
12:04 Uhr: Für Bitterfeld in Sachsen-Anhalt besteht weiterhin akute Überflutungsgefahr. Zwei Deichsprengungen hatten nicht die erhoffte Entspannung gebracht. Das Gebiet soll noch einmal überflogen werden, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
11:58 Uhr: Sachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) warnt vor einem erhöhten hygienischen Risiko nach dem Rückzug des Hochwassers. Aufräumarbeiten sollten generell mit Gummistiefeln, wasserdichten Handschuhen und wasserabweisender Kleidung erledigt werden, sagte Clauß.Trinkwasser werde durch die Wasserversorger und die Gesundheitsämter regelmäßig kontrolliert, hieß es weiter.
11:28 Uhr: Um das Hochwasser in den betroffenen Gebieten in den Griff zu bekommen, sind auch rund 8.000 Bundeswehrsoldaten in verschiedenenen Bundesländern im Einsatz, die meisten von ihnen in Sachsen.
10:45 Uhr: "Es ist unbeschreiblich schlimm. Das übersteigt alle Dimensionen", sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in Deggendorf. Zuvor war Seehofer mit dem Hubschrauber über die Hochwassergebiete im Landkreis Deggendorf geflogen.
10:37 Uhr: Der Hochwasserscheitel der Elbe ist auf dem Weg nach Dresden. Dort wurden am Morgen 8,75 Meter gemessen. Normal sind knapp zwei Meter. Die Behörden sind von einem Maximum "um die neun Meter" in der Landeshauptstadt ausgegangen.
10:16 Uhr: In Halle-Neustadt (Sachsen-Anhalt) mit 30.000 gefährdeten Einwohnern hat sich die Lage stabilisiert, bleibt aber angespannt. Die Kronen des Gimritzer und des Passendorfer Dammes am Rande der Plattenbau-Großsiedlung würden inzwischen nicht mehr überspült, sagte ein Sprecher der Saalestadt.
09:34 Uhr: Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den von Flutschäden betroffenen Bürgern weitere Unterstützung über die Soforthilfe des Bundes von 100 Millionen Euro hinaus zugesagt. Es werde über die Sofortmaßnahmen hinaus alles getan, um die langfristigen Schäden zu beheben, sagte Schäuble am Donnerstag im Bundestag.
09:32 Uhr: Der Scheitel des Elbehochwassers hat am Donnerstag Dresden erreicht. Wie ein Sprecher der Landeshochwasserzentrale sagte, liegt der Pegel relativ konstant bei 8,75 Meter. Daran werde sich kaum noch etwas ändern. Damit liegt der Flutpegel deutlich unter dem Rekordwert beim so genannten Jahrhunderthochwasser von 2002, als die Elbe auf rund 9,40 Meter angeschwollen war.
08:51 Uhr: In Sachsen-Anhalt hat das Hochwasser vor allem die Stadt Halle und den Raum Bitterfeld weiter im Griff. Die Saale in Halle sinkt zwar, Entwarnung gibt es aber noch nicht.
08:50 Uhr: Die Hochwassersituation in Brandenburg ist nach Einschätzung von Innenminister Dietmar Woidke (SPD) weiterhin sehr angespannt. Dies gelte insbesondere für die Elbe, sagte Woidke.Im Vergleich zu 2002 etwa seien Prognosen über die Entwicklung in den nächsten Tagen diesmal äußerst schwierig. Dies liege daran, dass es diesmal nicht nur die Elbe sei, die Hochwasser führe.
08:49 Uhr: Bei Osterhofen im bayerischen Landkreis Deggendorf droht ein Deichbruch. Betroffen sei der Bereich Ruckasing, wie die Polizei bestätigte. Erste Evakuierungsmaßnahmen seien angelaufen. Nähere Informationen gab es zunächst nicht. In Deggendorf und auch in Straubing drohen weitere Deichbrüche. Hunderte Einsatzkräfte kämpften in der Nacht darum, die Dämme an der Donau zu halten.
08:48 Uhr: In Bitterfeld hat auch eine zweite Deichsprengung nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Der Deich sei nicht vollkommen durchbrochen worden, sagte ein Sprecher des Krisenstabs. Durch die Sprengung sollte ein kontrollierter Durchfluss des Seelhausener Sees in die Mulde geschaffen werden.Die Gefahr für die Stadt Bitterfeld sei weiter akut.
06:54 Uhr: Wegen der enormen Hochwasserschäden hält der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly, weitere Hilfen der Bundesregierung für erforderlich. Die vom Bund zugesagten 100 Millionen Euro seien als Soforthilfe zur kurzfristigen Unterstützung wichtig, sagte Maly. Die Flutschäden dürften aber deutlich höher sein. "Deshalb wird sicher, wenn das ganze Ausmaß sichtbar wird, über weitere Hilfen gesprochen."
06:53 Uhr: In den Hochwassergebieten im Süden und Osten Deutschlands findet auch Wahlkampf statt, meint der Politikberater Michael Spreng. Bundeskanzlerin Merkel habe sich mit ihren Besuchen in den Krisengebieten korrekt verhalten. "Niemand würde verstehen, wenn die Kanzlerin bei Naturkatastrophen in Berlin bleiben würde".Und auch Steinbrück liege mit seiner öffentlichen Zurückhaltung grundsätzlich richtig. "Zurückhaltung ist wahrscheinlich besser als hinterher in den Medien als Hochwassertourist gebrandmarkt zu werden."
06:49 Uhr: Die Häufung von Hochwasser in ost- und süddeutschen Flüssen lässt sich nach Einschätzung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) mit dem Klimawandel erklären. Eine Analyse von Wetter- und Landschaftsdaten des PIK habe ergeben, dass die Erderwärmung mehr zur Zunahme von starken Hochwassern beiträgt als etwa die Landnutzung an den Ufern, die Begradigung oder Vertiefung der Flüsse, sagte der Hochwasser-Experte des Instituts, Fred Hattermann.
23:47 Uhr: In Halle wird die Hochwassersituation am Abend leicht besser. Die Saale sinkt am Pegel Throtha wieder unter die Acht-Meter-Marke. Morgens hat der Fluss noch bei 8,10 Meter gestanden - so hoch wie seit 400 Jahren nicht mehr. Normalerweise ist die Saale am Pegel Halle-Trotha nur knapp zwei Meter hoch.
23:16 Uhr: In vier sächsischen Landkreisen gilt noch Katastrophenalarm, an allen vier Pegeln der Elbe die höchste Hochwasseralarmstufe. Angesichts der noch steigenden Wasserstände werden weitere Evakuierungen vorbereitet. Landesweit sind nach Angaben des Innenministeriums über 15.000 Bürger von Evakuierungen betroffen - in Dresden und der Sächsischen Schweiz.
22:30 Uhr: Die vom Kabinett beschlossene Soforthilfe fließt ab Donnerstag. Die Mittel werden zur Auszahlung an die betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte überwiesen. Sie erhalten in der ersten Tranche alle 1,5 Millionen Euro, die weniger gebeutelten Landkreise Bautzen und Görlitz je 250.000 Euro,sagt Sozial-Staatssekretärin Andrea Fischer. Insgesamt stehen 30 Millionen Euro bereit.
22:08 Uhr: Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht(CDU) hat den Hochwasseropfern in Thüringen 20 Millionen Euro Soforthilfe aus der Landeskasse zugesagt. Die Höchstgrenze soll bei 2.000 Euro pro Haushalt liegen. Derweil laufen die Wassermassen im Freistaat immer mehr ab.
22:01 Uhr: In Sachsen herrscht kein Mangel an Sandsäcken. "Bisher waren vier Millionen in den Depots, jetzt sind es acht Millionen", verkündete Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Abend. Davon seien 3,5 Millionen Säcke derzeit im Einsatz.
21:37 Uhr: Sachsen rechnet mit Hochwasserschäden in Milliardenhöhe. Der Leiter des neuen Wiederaufbaustabs in der Staatskanzlei, Fritz Jaeckel, geht von zwei bis 2,5 Milliarden Euro aus. Der Stab will sich um Geld aus dem EU-Solidaritätsfonds für Katastrophenfälle bemühen. Voraussetzung sei eine nationale Schadenssumme von mindestens 3,67 Milliarden Euro.
21:14 Uhr: In Straubing kämpfen Hunderte Einsatzkräfte weiter fieberhaft darum, die Deiche an der Donau zu halten. Der Pegel sinkt bis zum Abend zwar auf 7,77 Meter und geht langsam weiter zurück. Aber "aufgrund der aufgeweichten Deiche besteht weiterhin die Gefahr von Überflutungen", teilt das Landratsamt mit. Der Zustand der Deiche sei "bedenklich".
20:58 Uhr: Das Hochwasser am Mittelrhein sinkt nur sehr langsam. "Es dauert außergewöhnlich lange", stellt das rheinland-pfälzischen Landesamt für Umwelt fest. Die Auen seien vollgelaufen und könnten kein Wasser mehr aufnehmen, außerdem drücke aus dem Main weiteres Wasser nach. Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bezeichnete das Ausmaß der Fluten als außergewöhnlich im Juni. Dies sei ein Zeichen dafür, "dass wir uns auf Änderungen auch beim Hochwassergeschehen einstellen müssen."
20:48 Uhr: In Halle ist die Saale am Abend auf ein Rekordhoch von 8,09 Metern gestiegen, normal sind dort knapp 2 Meter. Zunächst sollten 1.000 Hallenser ihre Häuser verlassen, im schlimmsten Fall könnten nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung von Sachsen-Anhalt 30.000 Menschen betroffen sein. 3.322 Menschen haben landesweit schon ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des Katastrophenstabes sind Teile der Stadt bereits überflutet.
20:24 Uhr: Die Europameisterschaften der Slalom-Kanuten im polnischen Krakau können nicht wie geplant am Freitag beginnen. Am Abend ist der Pegel der Weichsel erneut gestiegen, das Flusswasser drückt von unten in die Strecke und hat im unteren Abschnitt Toraufhängungen und Tribünen überflutet. Morgen soll der Pegel um einen weiteren Meter steigen, ein Training bleibt damit unmöglich.
20:06 Uhr: Mühlberg in Brandenburg beginnt damit, 2.500 seiner 4.000 Bürger aus der Gefahrenzone zu holen. "Die Sicherheit der Menschen ist nicht mehr zu gewährleisten", sagt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Der Wasserstand erreicht nach Behördenangaben 9,02 Meter und könnte bis Freitag sogar auf 10,20 Meter steigen - höher als bei der Rekordflut vom August 2002.
19:56 Uhr: Die niedersächsischen Gemeinden an der Elbe bereiten sich mit Hochdruck auf die erwarteten Fluten vor. In den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg wird der Katastrophenalarm ausgerufen. Tausende Helfer füllen entlang der Elbe Sandsäcke. Die Behörden an der Elbe befürchten Pegelstände, die das Jahrhundert-Hochwasser von 2002 übersteigen könnten.
19:25 Uhr: Die Lage an der Donau bleibt ernst: In Niederbayern werden bei Deggendorf mehrere Ortschaften überschwemmt. Tausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen, manche werden mit Hubschraubern gerettet. Es spielen sich dramatische Szenen ab.
19:13 Uhr: Die Hochwassersituation in Sachsen bleibt vor allem an der Elbe kritisch. Mit der aus Tschechien anrollenden Scheitelwelle wird sich die Lage zwischen Bad Schandau und Torgau auch in den nächsten Tagen weiter zuspitzen. Laut Umweltministerium kommen morgen 4.000 Kubikmeter Wasser im Elbtal an. In der Sächsischen Schweiz sind die meisten Touristenorte schon meterhoch überflutet, auch die Altstädte von Pirna, Meißen und Riesa stehen unter Wasser.
19:07 Uhr: Der Thüringer Fiskus nimmt Rücksicht auf die Situation von Hochwasseropfern. Es gebe Steuererleichterungen als Soforthilfe für private Haushalte, aber auch Unternehmen und Landwirte, teilte Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) mit. Danach können vom Hochwasser betroffene Menschen sich fällige Steuern zinsfrei stunden lassen, wenn sie das bis Ende September beantragen. Ebenfalls bis Ende September könne Schutz vor Vollstreckungen gewährt werden.
18:40 Uhr: Der EU fehlt nach Darstellung ihres Haushaltskommissars Janusz Lewandowski das Geld zur Hilfe für die Hochwassergebiete in Mitteleuropa. Wegen fehlender Mittel im EU-Budget des laufenden Jahres seien Verzögerungen zu erwarten, warnte der Kommissar aus Polen in Brüssel.
18:24 Uhr: Das Leipziger Porsche-Werk stoppt als Folge des Hochwassers morgen vorübergehend die Produktion. Grund sind, laut Porsche, Lieferengpässe von Geländewagen-Karosserien aus Bratislava. Die Transportzüge könnten das vom Hochwasser schwer betroffene Tschechien nicht passieren. Das Leipziger Werk selbst ist von der Flut nicht betroffen.
18:07 Uhr: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will nach dem Ende der Hochwasser-Bedrohung mögliche Versäumnisse beim Hochwasserschutz in den betroffenen Gebieten untersuchen lassen. "Sobald sich das Wasser verlaufen hat, muss es eine umfassende und sehr transparente Fehler-und Schwachstellen-Analyse geben", sagte Altmaier in Berlin. "Wir müssen sehen, welche Maßnahmen, die seit 2002 umgesetzt wurden, in der Praxis gewirkt haben oder auch noch nicht ausreichend umgesetzt sind."
18:00 Uhr: Derweil wappnet sichSachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg fieberhaft gegen das Elbe-Hochwasser, das nach einer ungesicherten Vorhersage am Sonntag einen Rekord-Pegelstand von 7,20 Meter erreichen könnte. Bei der Flut 2002 waren als Höchststand an der Strombrücke 6,72 Meter gemessen worden. Gefährdet sind vor allem die tief gelegenen östlichen Gebiete.
17:53 Uhr: In vielen Kommunen und Gemeinden drücken die Behörden bei Falschparkern wegen des Hochwassers ein Auge zu. In Städten wie Halle und Naumburg würden aus Rücksicht auf freiwillige Helfer und vom Hochwasser betroffene Anwohner derzeit keine "Knöllchen" verteilt, hieß es in den Verwaltungen. In Merseburg dürfen Autofahrer, deren Straßen und Häuser geflutetet sind, kostenfrei sonst gebührenpflichtige Parkplätze der Stadt nutzen.
17:41 Uhr: Auch in Bitterfeld-Wolfen ist die Lage zunehmend kritisch. Die Stadt bangt weiter, weil der angrenzende Goitzschesee über die Ufer treten könnte. Die Sprengung eines Deichs am Seelhausener See am Dienstag hatte nicht die erhoffte Entlastung gebracht. Laut Krisenstab ist der Druck auf den See zwar nicht mehr so groß, er fülle sich aber immer noch. Am frühen Abend soll eine zweite Sprengung die Lage entspannen.
17:30 Uhr: Die Flut in Sachsen beschert weiter zahlreichen Schülern unterrichtsfrei. An diesem Donnerstag werden in Dresden, in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Meißen und im Altkreis Delitzsch sowie Torgau-Oschatz viele Schulen geschlossen sein.
17:19 Uhr: Im niederbayerischen Deggendorf, dessen Dämme dem Donau-Hochwasser noch standhalten, üben Einsatzkräfte und Behörden scharfe Kritik an den vielen Schaulustigen.Sie behindern, so schimpft die Polizei, immer mehr die Helfer beim Kampf gegen das Hochwasser.Ein Sprecher des Landkreises betonte: "Die Hochwassertouristen sind ein Problem." Wer aus Neugierde auf den Dämmen umherlaufe, begebe sich in Lebensgefahr und behindere die Arbeit der Rettungskräfte.
16:55 Uhr: Wegen des Hochwassers schließen weitere Kultureinrichtungen im Elbtal in Sachsen. Die Meißner Albrechtsburg bleibt "bis auf Weiteres" zu, die Eröffnung der Märchen-Sonderschau wird verschoben. In Dresden bleiben das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Pillnitz und das Kraszewski-Museum inder Neustadt bis Ende der Woche geschlossen. Auch das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bleibt voraussichtlich bis 16. Juni zu.
16:18 Uhr: Durch das Hochwasser sind in Sachsen- Anhalt die ersten Zootiere umgekommen. Im Tiergarten von Bernburg seien mehrere Hirsche durch die eindringenden Fluten der Saale ertrunken, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte. Weil die Tierpark-Mitarbeiter wegen der starken Wasserströmung nicht mehr in alle Bereiche gelangen können, müsse befürchtet werden, dass weitere Tiere sterben.
16:09 Uhr: Auch die Anlieger der Elbe in Niedersachsen richten sich auf eine Flut großen Ausmaßes ein. Zeitpunkt und Ausmaß sind noch unklar, tausende Helfer füllen Sandsäcke und richten bange Blicke auf den Wasserstand und die Deiche.
15:45 Uhr: In Sachsen haben Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationenihre Fluthilfe koordiniert. Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter Samariterbund, Malteser und Johanniter beschlossen erste Unterstützungsleistungen, wie der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen erklärte. Danach können Betroffene vonEinsatzkräften vor Ort Soforthilfen von bis zu 100 Euro in bar erhalten. Für erste Instandsetzungsarbeiten und Beschaffung von Inventar gibt es von den Verbänden bis 1.500 Euro pro Haushalt, wenn keine staatliche Unterstützung gewährt wird.
15:06 Uhr: Im Elbe-Hochwasser ist eine Gefahr gebannt, die im Wasser treibenden Gastanks aus Tschechien sind gesichert. Sie seien mit Hilfe des Windes von Hubschrauber-Rotoren in Schmilka und bei Bad Schandau ans Ufer getrieben worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna. Die Feuerwehr habe die Tanks befestigt. Der dritte Tank war zuvor im tschechischen Hrensko gestoppt worden. Die tonnenschweren Behälter enthielten einen Rest Stickstoff. Mit Hubschraubern sucht die Bundespolizei im Hochwasser der Elbe bis nach Dresden nun noch nach mehreren Containern aus dem Deciner Hafen.
14:56 Uhr: Die auf der Elbe und ihren Nebenflüssen heranrollende Flutwelle hat die Lage in Sachsen und Sachsen-Anhalt weiter verschärft. Die Wassermassen überfluteten Städte und drohten Deiche einzudrücken. Besonders kritisch ist die Lage in Halle, wo nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung von Sachsen-Anhalt tausende Menschen zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert wurden.
14:26 Uhr: Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat angesichts der aktuellen Flutkatastrophe in Deutschland Mängel beim Hochwasserschutz eingeräumt. Die Situation sei "regional sehr unterschiedlich", sagte Friedrich in Berlin. In manchen Orten sei der Schutz konsequent umgesetzt worden. Andernorts sei er "im Planfeststellungsverfahren stecken geblieben", oder das gesamte Konzept sei nicht umgesetzt worden. Dort, wo nach der Flutkatastrophe von 2002 der Hochwasserschutz umgesetzt worden sei, zeige er auch Wirkung, sagte Friedrich weiter.
13:52 Uhr: Berlin will neben der Soforthilfe von 100 Millionen Euro für Unternehmen in den Hochwasser-Regionen ein 10-Punkte-Programm auflegen. Mit dem Programm soll der Wiederaufbau unterstützt werden. Das von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgelegte Paket sieht unter anderem vor, dass die staatliche Förderbank KfW Kreditprogramme für Unternehmen, Privathaushalte sowie Kommunen im Volumen von weiteren 100 Millionen Euro öffnet. Überlegt werde ferner, ein Sonderprogramm "Hochwasser" im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe aufzulegen.
13:48 Uhr: Das Hochwasser der Elbe bleibt nach Angaben der Fachleute unter den Höchstständen von 2002. Der Scheitel werde Sachsen am Donnerstagvormittag erreichen, sagte eine Sprecherin des Landeshochwasserzentrums. Für die Landeshauptstadt wird ein maximaler Wasserstand von 8,50 Meter bis 8,70 Meter erwartet, für Schöna an der tschechischen Grenze von 10,70 Meter bis 10,90 Meter. 2002 waren in Dresden 9,40 Meter und in Schöna 12,04 Meter gemessen worden.
13:03 Uhr: Trotz der Hochwasser-Katastrophe finden von diesem Donnerstag bis Sonntag die deutschen Meisterschaften der Wasserspringer in Dresden statt. Dabei kämpfen rund 60 Springerinnen und Springer nicht nur um die zehn nationalen Titel, sondern auch um die Tickets für die Europameisterschaften in Rostock (18. bis 23.Juni) und die Weltmeisterschaften in Barcelona (20. bis 28. Juli).
12:46 Uhr: Wegen eines überlaufenden Sees in Nordsachsen sind mehrere Dörfer zwangsevakuiert worden. Die Bewohner von Löbnitz und Sausedlitz am Seelhausener See müssten alle ihre Häuser verlassen, sagte der Sprecher des Kreises Nordsachsen, Rayk Bergner. "Der See ist einfach voll, und er läuft über."
12:22 Uhr: Im Deciner Hafen in Tschechien haben sich drei Gastanks und zehn Container mit noch unbekanntem Inhalt gelöst. Sie trieben flussabwärts, einer der Gastanks konnte bei Bad Schandau gesichert werden, wie eine Sprecherin des Landratsamtes in Pirna sagte. Die tonnenschweren, 15 bis 20 Meter langen Gasbehälter sind nach Angaben der tschechischen Behörden nicht befüllt.
12:05 Uhr: In Mühlberg werden die Deichbaustellen gesichert. Ein Dammbereich an der Elbe-Brücke nach Sachsen werde erhöht und eine Entwässerung eingebaut, sagte Bürgermeisterin Hannelore Brendel. Die neugebauten Deichabschnitte an dem 14 Kilometer langen brandenburgischen Flussbereich seien elf Meter hoch. Der Wasserstand erreichte am frühen Morgen 8,80 Meter. Bei der Rekordflut von 2002 waren es 9,98 Meter.
11:47 Uhr: In Sachsen-Anhalt sichert eine Panzerbrigade der Bundeswehr die Deiche. Es seien rund 180 Soldaten nach Dessau beordert worden. Insgesamt stehen rund 3.000 Soldaten der Panzerbrigade 41 "Vorpommern" bereit. Die Bundeswehr ist mit insgesamt 1.200 Soldaten in Sachsen-Anhalt im Einsatz - unter anderem in Halle, Zeitz, Naumburg, Bitterfeld und Magdeburg.
11:28 Uhr: Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sagt den vom Hochwasser betroffenen Unternehmen Hilfe beim Wiederaufbau zu. "Niemand wird alleine gelassen", sagte er im ARD-"Morgenmagazin".
11:14 Uhr: Für 90 Prozent der Haushalte in Passau haben die Stadtwerke die Trinkwasserversorgung wieder aktivieren können. Im Lauf des Tages sollten die restlichen Haushalte folgen. Wegen des Hochwassers war die Trinkwasserversorgung gekappt worden - es war eine Verunreinigung der Brunnen zu befürchten. Noch muss das Wasser mit Chlor aufbereitet werden, vor dem Verzehr sollte es abgekocht werden.
10:50 Uhr: In Bitterfeld hat die Sprengung eines Deichs am Seelhausener See nicht die erhoffte Entlastung gebracht. Deswegen ist heute die nächste geplant. Läuft der See in den Fluss Goitzsche über, könnten die Wassermassen in die Stadt Bitterfeld fließen.
10:40 Uhr: In Jessen im Landkreis Wittenberg ist ein Deich gebrochen. Auf einer Länge von zehn Metern habe der Schutzwall nachgegeben, berichtet ZDF-Reporterin Sandra Theiß. Jetzt warte man auf Hubschrauber der Bundeswehr mit Sandsäcken.
10:28 Uhr: In Meißen dringt die Elbe weiter in die Stadt vor. Fast alle Straßen in die Altstadt seien mittlerweile gesperrt, sagt eine Sprecherin. Am Morgen wurde ein Wasserstand von 9,17 Metern gemeldet.
10:16 Uhr: Wegen der Hochwasserlage ist das hochkarätig besetzte Werfer-Meeting in Schönebeck am Freitag abgesagt worden. Die Situation entlang der Elbe lasse eine Austragung der Leichtathletik-Veranstaltung nicht zu, teilten die Veranstalter mit. Zu dem Meeting hatten sich unter anderem Diskus-Olympiasieger Robert Harting und Hammer-Weltrekordlerin Betty Heidler angekündigt.
09:58 Uhr: Wegen steigender Wasserstände bereiteten die Einsatzkräfte in Sachsen weitere Evakuierungen vor. Die Elbe werde weiter anschwellen, sagt ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums. In Dresden stand sie um 8 Uhr bei 8,34 Metern. Normal sind etwa zwei Meter. Der Landkreis Nordsachsen rief für die betroffenen Gebiete Katastrophenalarm aus. „Das Schlimmste steht uns noch bevor“, sagt ein Sprecher.
09:52 Uhr: In Österreich bleibt die Lage entlang der Donau äußerst angespannt: Zwar sanken in einigen Orten in Nieder- und Oberösterreich die Pegelstände, doch das Wasser soll noch Tage auf sehr hohem Niveau bleiben. Der Hochwasser-Höhepunkt bewegt sich weiter auf Wien zu und soll in der Nacht zum Donnerstag erreicht werden. Überall in Österreich waren infolge des Hochwassers weiter zahlreiche wichtige Straßen und Bahnstrecken blockiert.
09:45 Uhr: Die Überschwemmungswelle der Elbe ist von Tschechien unterwegs nach Deutschland. In der Stadt Usti - zwischen Prag und Dresden - wird der Scheitelpunkt am späten Nachmittag erwartet. Weite Teile der Industriestadt sind bereits geflutet: Die Wassermassen strömten schneller als erwartet und überschwemmten die zehn Meter hohe Schutzmauer.
09:38 Uhr: Die Wasserstände in Thüringen sind rückläufig, teilt ein Sprecher des Innenministeriums mit. Im Altenburger Land soll der Katastrophenalarm am Morgen aufgehoben werden. In der Stadt Gera galt er noch. Rund 7.000 Haushalte sind weiterhin ohne Strom, weil die Hausanschlüsse noch nass sind. Im Stadtteil Untermhaus bleiben zwei Schulen geschlossen. Die Brücken in der Stadt wurden allerdings wieder freigegeben.
09:25 Uhr: In Straubing stieg das Wasser in der Nacht nur geringfügig. „Wir haben alles unter Kontrolle“, sagt ein Sprecher der Einsatzzentrale. Einzelne Dämme im Landkreis Straubing-Bogen wurden in der Nacht aufgeschüttet und stabilisiert. „Wir erwarten keinen großen Anstieg mehr, die Nachrichten aus Regensburg deuten auch bei uns auf langsam sinkende Pegel hin“, sagt ein Sprecher des Landratsamtes. Von Entwarnung könne man aber noch nicht sprechen.
09:14 Uhr: In Mühlberg an der Elbe ist die automatische Erfassung der Pegelstände ausgefallen. Die Stadt hat weitere freiwillige Helfer angefordert.
08:48 Uhr: Die Kleinstadt Hitzacker bereitet eine mögliche Evakuierung der Stadtinsel vor. Mehrere Kreisstraßen an der Elbe seien wegen der Vorbereitungen gesperrt. Feuerwehrleute und freiwillige Helfer befüllen derzeit mehrere hunderttausend Sandsäcke zur Absicherung der Deiche.
08:31 Uhr: In Deggendorf stagnierten am Morgen die Pegelstände – allerdings auf hohem Niveau. „Unsere Dämme haben gehalten“, sagt ein Polizeisprecher. Das Wasser sei langsamer gestiegen als erwartet, am Mittag werde vermutlich der Höchststand erreicht. Nach wie vor sind die Zufahrtsstraßen in die Stadt gesperrt. Ein Hubschrauber soll den Einsatzkräften einen Überblick über die Lage verschaffen.
08:20 Uhr: An der Schwarzen Elster in Herzberg (Elbe-Elster) ist am Morgen ein Deich auf etwa 20 Metern Länge gebrochen. Die Arbeiten zur Beseitigung des Lecks gestalteten sich schwierig, teilt der Landkreis mit. Deshalb soll die Bundeswehr mit Hubschraubern Sandsäcke an die Unglücksstelle bringen. In Herzberg gilt die höchste Alarmstufe vier.
08:12 Uhr: Der Werradeich im nordhessischen Witzenhausen, der zuletzt schon leicht aufgeweicht war, konnte stabilisiert werden. „Er wurde die ganze Nacht hindurch kontrolliert“, sagt Stadtbrandinspektor Hans-Heinz Staude. 20 Helfer hätten die ganze Nacht einzelne Stellen, an denen das Wasser erneut durchdrückte, nochmals mit rund 800 Sandsäcken abgedichtet. Insgesamt sei der Deich mit etwa 20.000 Säcken verstärkt worden.
08:03 Uhr: Für die Unterbringung von 2.000 Einsatzkräften aus ganz Niedersachsen bleiben ab sofort fünf Schulen in den Gemeinden Lüchow, Gartow, Clenze und Dannenberg geschlossen, wie der Einsatzstab des Landkreises mitteilte. Mehrere hundert Schüler dürfen bis mindestens Freitag zu Hause bleiben.
07:53 Uhr: Wirtschaftsminister Philipp Rösler berät heute mit der Wirtschaft über die Folgen der Flutkatastrophe. Rösler hat fünf Spitzenverbände zu Gesprächen eingeladen: Mit Vertretern von DIHK, des Industrieverbandes BDI, des Handwerks, des Einzelhandels und des Hotel- und Gaststättengewerbes sollen Möglichkeiten für unbürokratische Hilfen erörtert werden.
07:29 Uhr: Vielen Überschwemmungsgebieten droht eine Mückenplage. Die Gefahr gehe von sogenannten Überschwemmungsmücken aus: Die Weibchen legen ihre Eier in den feuchten Senken der Auen ab. Werden sie vom Hochwasser überspült, schlüpfen die Larven. Vor allem bei warmen Temperaturen könnten die Mücken regelrecht zu einer Plage werden, warnt Biologe Norbert Becker.
07:10 Uhr: Die Sprengung eines Deichs am Seelhausener See in Bitterfeld hat nicht die erhoffte Entlastung gebracht. Wie ein Sprecher des Krisenstabs am Morgen mitteilte, sei der Druck auf den See zwar nicht mehr so groß. Er fülle sich aber immer noch und Teile des Wassers flössen nach und nach auch in den Goitzschesee. Der schlimmste Fall - ein unkontrolliertes Überlaufen des Seelhausener Sees in den Goitzschesee - sei bisher aber nicht eingetreten.
06:54 Uhr: Nach der Prognose eines neuen Rekord-Hochwassers an der Elbe laufen in Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg) die ersten Vorbereitungen. Sorge vor einem ähnlichen Ausmaß des Hochwassers wie 2002 hat Jürgen Meyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue, allerdings nicht. "Wir haben eine andere Situation. 2002 hatte Hitzacker keinen Hochwasserschutz." Jetzt sei die Stadt neben stabilen Deichen zusätzlich durch eine Wand vor neuen Fluten geschützt.
06:39 Uhr: Der vom Donauhochwasser teilweise überschwemmte Landkreis Deggendorf ist nach der Teilsperrung der Autobahn 92 fast vollständig vom Umland abgeschnitten. Die Region sei nur noch über einige wenige Straßen für Helfer und Fahrzeuge zu erreichen, erklärte eine Landkreissprecherin am Mittwochmorgen. In der Nacht wurden weitere Häuser evakuiert.
06:22 Uhr: In Dresden bereiten die Einsatzkräfte wegen des Hochwassers weitere Evakuierungen vor. 660 Menschen sollen vor den Wassermassen der Elbe in Sicherheit gebracht werden, sagte eine Sprecherin der sächsischen Landeshauptstadt. Außerdem sei in einigen Straßenzügen der Strom abgeschaltet worden. Der Pegel hat einen Stand von 8,24 Metern erreicht.
06:00 Uhr: An der Elbe bereiten sich deutsche Städte und Gemeinden weiter auf neue Hochwasserstände vor. In Dresden werde der Scheitel "nach einer vorsichtigen Schätzung nicht vor Donnerstagmorgen" erwartet, hieß es in der Nacht vom Sächsischen Landesamt für Umwelt. Um zwei Uhr betrug der Pegelstand in der Landeshauptstadt demnach 8,14 Meter. Es galt wie in mehreren weiteren Elbstädten die höchste Alarmstufe vier.
05:53 Uhr: In Halle in Sachsen-Anhalt ist das Hochwasser der Saale auf den höchsten Stand seit 400 Jahren gestiegen. Der Pegelstand betrug am Morgen mehr als acht Meter, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Es werde damit gerechnet, dass die Straßen am Rande der Altstadt rund einen Meter hoch vom Wasser überspült werden.
22:54 Uhr: Das Rote Kreuz hat eindringlich davor gewarnt, in den Hochwassergebieten die Deiche zu betreten. "Es besteht Lebensgefahr!", heißt es in einer Mitteilung des DRK-Landesverbandes Sachsen. Der zunehmende Hochwassertourismus erschwere zudem die Arbeit der Einsatzkräfte.
22:49 Uhr: Teil der sächsischen Stadt Bad Schandau stehen schon unter Wasser. Doch vor allem aus Tschechien strömen Wassermassen heran. "Die Menschen erwartet eine bange Nacht", berichtet ZDF-Reporter Stefan Kelch.
21:28 Uhr: Finanzminister Wolfgang Schäuble hat den Bundesländern, die von dem Hochwasser betroffen sind, über die 100 Millionen Euro hinaus weitere Hilfen in Aussicht gestellt. Die Bewältigung der Flutfolgen würden Bund und Länder zusammen schultern, sagte er der "Leipziger Volkszeitung".
21:08 Uhr: Die Hochwasserlage in Bitterfeld hat sich am Abend weiter zugespitzt. Der Seelhauser See habe mittlerweile einen kritischen Wasserstand erreicht und es drohe ein Deichbruch, teilten die Behörden mit. "Alle Menschen im Bereich der Goitzscheufer werden dringend aufgefordert sich hinter die Evakuierungszone zurückzuziehen." Auch alle Helder würden zurückgezogen.
20:33 Uhr: Die Elbe steigt, wegen des erwarteten Rekord-Hochwassers hat der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg Katastrophenalarm ausgelöst. Damit sei der Landkreis jetzt für den Einsatz zuständig, sagte eine Sprecherin. Helfer seien dazu aufgerufen, Sandsäcke zu füllen, Evakuierungen seien bislang nicht geplant.
20:14 Uhr: "Ein 100-prozentiger Hochwasserschutz ist nicht möglich", sagt Wasserbauexperte Peter Rutschmann im ZDF. Flutpolder und die Verstärkung der Deiche hätten sich bewährt. Man sei auf gutem Weg, aber Hochwasserschutz sei ein Generationenprojekt und brauche Zeit.
19:51 Uhr: Die Talsperren in Sachsen sind laut Behörden sicher. Staumauern seien nirgendwo gebrochen, anderslautende Meldungen falsch. Große Talsperren seien für noch viel heftigere Hochwasser ausgelegt und hätten zudem Entlastungsanlagen.
19:24 Uhr: Die Lage in Bitterfeld hat sich zugespitzt. Es sei nicht klar, wann und wie viel Wasser aus dem Goitzschesee in die Stadt eindringen werde, teilten die Behörden mit. Im sächsischen Löbnitz sei ein Deich gebrochen, daher fließe viel Wasser in einen See neben dem Goitzschesee. Geplant sei, einen Kanal zwischen beiden Seen zu bauen, um die Wassermassen zu kontrollieren. Etwa 10 000 Menschen waren aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.
19:18 Uhr: Hochwasser-Hilfe kommt auch aus Sachsens Gefängnissen. 50 Häftlinge befüllen in der Justizvollzugsanstalt Torgau Sandsäcke. Gefangene der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen helfen in Trebsen beim Aufräumen.
19:07 Uhr: Das Hochwasser hat auch Folgen für den MDR: Der Mitteldeutsche Rundfunk lagert zwei Sendungen aus dem Funkhaus in Magdeburg aus. Um die MDR-Hörfunkzentrale in Halle wurden Sandsäcke gelegt, das Studio Gera sendet bereits aus einem Übertragungswagen.
18:44 Uhr: Wegen der Verschärfung der Lage in Sachsen-Anhalt ist auch das Wittenberger Stadtfest "Luthers Hochzeit" am Wochenende abgesagt worden. Wittenberg erwartet für Freitag den Hochwasserscheitel der Elbe in gleicher Höhe wie bei der sogenannten Jahrhundertflut 2002.
17:58 Uhr: Die Pegelstände in Sachsen-Anhalt steigen weiter. Die Situation sei die schwierigste Herausforderung seit Gründung des Landes 1990, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Magdeburg. "Wir hatten solch ein Ereignis seit Menschengedenken nicht", betonte er mit Blick auf die Regenmengen.
17:47 Uhr: Umweltverbände werfen der Politik Versagen beim Hochwasserschutz vor. Unter Schwarz-Gelb sei nicht viel passiert, sagte NABU-Chef Olaf Tschimpke "Handelsblatt Online". Ähnliche Kritik kam vom BUND.
16:44 Uhr: Die Linkspartei hat angesichts der Überschwemmungen gefordert, die Schuldenbremse auszusetzen. „Die Länder und Kommunen brauchen jetzt richtig viel Geld, um die Schäden zu beheben“, sagte Parteichefin Katja Kipping dem "Tagesspiegel". Die Finanzmittel seien auch nötig, um weiteren Hochwasserschutz betreiben zu können.
16:33 Uhr: In Niedersachsen bereiten sich Katastrophenstäbe auf das Rekord-Hochwasser der Elbe vor. „Wir müssen uns auf eine sehr, sehr ernste Lage gefasst machen“, sagte Landes-Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). „Ich rechne damit, dass wir Katastrophenalarm ausrufen müssen, auch zur Vorsorge, damit alle Leute zur rechten Zeit am rechten Platz sind.“ Wann die Elbe in Niedersachsen ihren Höchststand erreichen wird, kann bisher nicht genau gesagt werden. Erwartet wird dies zwischen Donnerstag und Sonntag.
16:12 Uhr: In Sachsen erwarten die Menschen sorgenvoll das Hochwasser, das über die Elbe aus Tschechien zu ihnen fließt. ZDF-Reporter Stefan Kelch berichtet von der Lage in Bad Schandau: „Die Stadt ist gewappnet, wie sie gewappnet sein kann.“ Vor dem Wasser werde es im engen Tal der Elbe dennoch kein Entrinnen geben.
16:02 Uhr: Das Hochwasser hat Computer der Justiz in Sachsen-Anhalt lahmgelegt. Das Rechenzentrum sei in einem Schloss direkt an der Elbe untergebracht, teilte das Justizministerium mit. In dem Gebäude müssen auch 6.000 Meter Akten des Grundbucharchivs in Sicherheit gebracht werden. Dazu würden auch 50 Gefangene eingesetzt, die im offenen Vollzug seien oder bei denen Lockerungen erprobt würden.
15:37 Uhr: Sachsen will Hochwasseropfer mit einem Sofortprogramm von 30 Millionen Euro unterstützen. Gedacht sei an Beträge von 500 Euro für Erwachsene und 250 Euro für Kinder, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Das Geld werde den Bürgermeistern zur Verfügung gestellt und soll den Opfern von diesem Donnerstag an ausgezahlt werden.
15:23 Uhr: Zum Schutz von Bitterfeld soll ein Damm des Flusses Mulde in der Nähe der Stadt gesprengt werden. Das haben nach ZDF-Informationen die Verantwortlichen soeben entschieden. Durch einen Dammbruch nahe dem sächsischen Löbnitz hat die Mulde Hochwasser und droht einen See und einen alten Tagebau bei Bitterfeld zum Überlaufen zu bringen. Die gezielte Damm-Sprengung soll das zwar verhindern, das ablaufende Wasser könnte jedoch möglicherweise umliegende kleinere Ortschaften gefährden.
15:13 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat sich bei den Helfern für ihren Einsatz in den Hochwassergebieten bedankt. „Sie geben die Hilfe und Hoffnung, die nicht verzweifeln lässt, die zeigt: zusammen schaffen wir das!“, sagte Gauck während eines Empfangs im Schloss Bellevue. Das Schicksal der vom Hochwasser Betroffenen bewege ihn sehr.
15:04 Uhr: Der Höhepunkt des Hochwassers an der Elbe wird in Magdeburg für Sonntag erwartet. Dann könnte ein Pegelstand von 7,20 Meter möglich sein, das seien 40 Zentimeter mehr als beim Hochwasser 2002, teilte Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) mit. Die Deiche könnten diesen Wassermassen aber standhalten.
14:52 Uhr: Das Hochwasser dürfte allein an Straßen und Schienen Schäden von mehr als 100 Millionen Euro verursacht haben. „Ich rechne mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Konkrete Zahlen könnten aber noch nicht genannt werden. Jeder Kilometer Autobahn, der runderneuert werden müsse, werde rundfünf Millionen Euro kosten.
14:41 Uhr: Das Rheinland ist einer Hochwasserkatastrophe erst einmal entgangen. Zwar steigen die Rheinpegel in Nordrhein-Westfalen noch an, doch sehr viel langsamer als gestern. In Bonn, Köln und Düsseldorf erwartet der Leiter der Kölner Hochwasserschutzzentrale, Reinhard Vogt, noch einen Anstieg des Wassers um 20 bis 30 Zentimeter. In Worms und Mannheim geht der Wasserstand aber bereits zurück.
14:35 Uhr: Wegen des steigenden Hochwassers will die sächsische Stadt Meißen einzelne Stromleitungen vom Netz nehmen. „Die Vorbereitungen laufen schon“, sagte Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos). Zuvor hatte das Wasser in Meißen eine Schutzwand überschwemmt und war in die Altstadt gelaufen.
14:23 Uhr: In Thüringen hat sich die Hochwassersituation im kleinen Ort Ziegenrück extrem verschärft. Aus der Bleilochtalsperre müssten etwa 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgelassen werden, teilte das Landratsamt mit. Die Talsperre drohe sonst überzulaufen. Damit steige die Gefahr der Überflutung von Ziegenrück. Der Ort könne nur 120 Kubikmeter Wasser pro Sekunde verkraften.
14:14 Uhr: Etwa 10.000 Menschen sollen in Bitterfeld in Sachsen-Anhalt ihre Häuser verlassen, um einem möglichen Hochwasser zu entgehen. Die Gefahr sei derzeit besonders groß, weil im sächsischen Löbnitz ein Deich gebrochen sei, sagte der stellvertretende Landrat, Bernhard Böddeker.
14:11 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat eine positive Zwischenbilanz zum bisherigen Rhein-Hochwasser gezogen. Die Nachbarschaftshilfe habe funktioniert, Einsatzkräfte hätten die Bürger unterstützt und die Flutung eines Polders sei gut verlaufen, sagte Dreyer. Mit Blick auf Bayern und Ostdeutschland sagte sie: „Wir haben in Rheinland-Pfalz auch ein bisschen Glück gehabt.“
14:04 Uhr: Im bayerischen Landkreis Deggendorf ist ein zweiter Donau-Damm gebrochen. Nach dem ersten Durchbruch nahe der Ortschaft Winzer überwanden die Fluten auch einen Damm an der Mündung der Isar in die Donau. In der Nacht zu Morgen wird nach Angaben des Innenministeriums der Scheitelpunkt des Hochwassers im Bereich Deggendorf erreicht.
13:55 Uhr: Das Hochwasser hat in Baden-Württemberg nach offiziellen Angaben drei Todesopfer gefordert, drei Menschen wurden verletzt. Unter den Todesopfern sind nach Auskunft des Innenministeriums ein Feuerwehrmann und zwei Zivilisten.
13:49 Uhr: Die bayerischen Arbeitsagenturen haben vom Hochwasser betroffenen Firmen und ihren Beschäftigten rasche Hilfe versprochen. So könnten Mitarbeiter, die wegen Hochwasserschäden vorübergehend am Arbeiten gehindert seien, Kurzarbeitergeld erhalten, sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart.
13:40 Uhr: Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für die Hochwasseropfer auf. Auf http://spenden.zdf.de finden Sie die Bankverbindungen der Hilfsorganisationen.
13:38 Uhr: Im Landkreis Deggendorf in Bayern hat ein Damm den Wassermassen der Donau nicht mehr standhalten können. Nahe der Ortschaft Winzer sei ein Damm gebrochen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Das Wasser breitete sich nun dahinter aus. Im Laufe des Tages sollen etwa 4.000 Menschen ihre Häuser verlassen.
13:33 Uhr: Die Folgen des Hochwassers für die Menschen in Brandenburg werden nach Einschätzung der Landesregierung gering ausfallen. „Wir gehen davon aus, dass die Deiche halten werden“, sagte Umweltministerin Anita Tack (Linke). An der Elbe seien durch die Sanierung der Deiche Schwachstellen behoben worden, die in den vergangenen Jahren Probleme bereitet hatten.
13:04 Uhr: In Regensburg hat die Donau am Mittag einen Pegelstand von 6,79 Meter erreicht. Damit war der Wasserstand nach Angaben der Stadt so hoch wie seit mehr als 130 Jahren nicht mehr. Eine Gefahr für die Bewohner der Stadt bestehe jedoch nicht. Strom- und Trinkwasserversorgung funktionierten.
12:55 Uhr: Die FDP will Mittel der staatlichen Förderbank KfW zum Wiederaufbau in den von der Flut betroffenen Regionen einsetzen. Es gehe darum, Programme der Kreditanstalt umzumünzen und auf die Unternehmen in den Flutgebieten zuzuschneiden, sagte Fraktionschef Rainer Brüderle.
12:31 Uhr: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat den vom Hochwasser betroffenen Bauern in Deutschland rasche Hilfen zugesagt. „Wir werden die betroffenen Landwirte nicht im Regen stehen lassen“, erklärte Aigner. Ihr Ministerium prüfe derzeit „alle erdenklichen Möglichkeiten“, um den Bauern zu helfen. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandesist der Schaden für die Landwirtschaft durch das Hochwasser derzeit kaum abzuschätzen.
12:28 Uhr: Weil eine Frau trotz einer Hochwasser-Sperre eine überflutete Straße befahren hat, mussten rund 50 Rettungsleute gestern Abend in Unterfranken ausrücken, um die Rentnerin zu retten. Die 83-Jährige war auf der überspülten Straße steckengeblieben, teilte die Polizei mit. Ein Feuerwehrmann entdeckte die hilflose Frau zufällig und rettete sie aus ihrem Wagen, der bereits abzutreiben drohte.
12:17 Uhr: In Halle kämpfen Hunderte Einsatzkräfte mit Hilfe der Bundeswehr in einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit um die Deiche an der Saale. „Die Dämme sind sehr aufgeweicht“, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Mit Sandsäcken werde versucht, zwei Dämme zu stützen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir die Dämme halten können. Die Frage ist, wie lange sie halten“, sagte Wiegand.
12:10 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich auch für schnelle Unterstützung der Opfer der Hochwasser-Katastrophe ausgesprochen. Es müsse nun „auch um konkrete Hilfsangebote gehen, um die Schäden zu begleichen“, sagte Steinbrück. Als Anwohner des Rheins habe er konkrete Vorstellungen, was es heiße, „Hochwasser im Haus zu haben“.
12:07 Uhr: Das ZDF sendet heute um 19:25 Uhr ein ZDFspezial zum Hochwasser. Die 45-minütige Sondersendung steht unter dem Titel „Land unter. Teure Fluten – nichts gelernt?“
11:58 Uhr: Die Bundeswehr hat insgesamt 4.000 Soldaten für die Hilfe in den deutschen Hochwasserregionen abgestellt. Die Helfer der Armee seien bei der Deichsicherung und der medizinischen Notfallversorgung tätig, teilte die Bundeswehr mit. Außerdem würden Unterkunft und Verpflegung für die Einsatzkräfte sowie Kleidung für die Evakuierte bereitgestellt.
11:52 Uhr: Magdeburg stellt sich auf extremes Hochwasser der Elbe ein. Nach derzeitigen Prognosen wird am Pegel Strombrücke am Donnerstag die Marke von 6,90 Metern erreicht, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung sagte. Normal sind knappzwei Meter. Die Stadt hat Katastrophenalarm ausgelöst.
11:48 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat für Teile seines Landes den Katastrophen-Notstand ausgerufen. Die Behörden würden zur Bekämpfung des Donau-Hochwassers insgesamt 8.000 Armeesoldaten, 8.000 Katastrophenschützer, 1.400 Wasserbau-Experten und 3.600 Polizisten mobilisieren können. In Ungarn wird die Scheitelwelle des Hochwassers ab Mittwoch erwartet, am Wochenende dürfte sie Budapest erreichen.
11:42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den vom Hochwasser geschädigten Regionen 100 Millionen Euro Soforthilfe aus Bundesmitteln angekündigt. Möglicherweise könnte der Bund am Ende aber auch noch mehr finanzielle Hochwasserhilfe leisten.
11:26 Uhr: Die Hochwasserlage im ostsächsischen Görlitz hat sich entspannt. Der Katastrophenalarm für den Abschnitt der Neiße von Görlitz bis Rothenburg ist aufgehoben worden, gab Landrat Bernd Lange (CDU) bekannt. Derweil wird in Dresden mit einem weiteren Anstieg des Pegels gerechnet.
10:56 Uhr: Umweltverbände werfen der Politik angesichts der Flut im Süden und Osten Deutschlands Versäumnisse beim natürlichen Hochwasser-Management vor und fordern eine neue Strategie. Seit Jahren werde über die Renaturierung von Flüssen geredet, um den Gewässern wieder mehr Raum zu geben, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es müsse endlich gehandelt werden.
10:32 Uhr: In vielen Teilen Ostdeutschlands bleibt die Lage kritisch. In Sachsen und Sachsen-Anhalt stieg der Elbe-Pegel deutlich an, was vor allem daran liegt, dass viel Wasser aus Tschechien nachkommt. Die Behörden rechnen damit, dass der Pegel den ganzen Tag weiter ansteigt.
10:14 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Hochwasser-Opfern in Bayern Hilfe zugesagt. Der Bund stelle 50 Millionen Euro für unbürokratische Soforthilfe bereit, sagte Merkel bei einem Besuch in der vom Hochwasser besonders betroffenen Drei-Flüsse-Stadt Passau. Weitere 50 Millionen Euro steuere der Freistaat Bayern für diese Soforthilfe bei. Bei einem Hubschrauberflug hatte sich Merkel zuvor aus der Luft einen ersten Überblick über die Lage in Bayern verschafft. Sie sei von der dramatischen Lage überrascht, sagte die Kanzlerin. "Wir haben gedacht, 2002 war die Lage schon exorbitant." Jetzt sei die Situation aber noch dramatischer als beim damaligen Hochwasser.
09:34 Uhr: In den ostdeutschen Hochwassergebieten richtet sich der Blick auf die Elbe. Die Pegelstände an der Oberelbe lassen befürchten, dass das Wasser ähnlich hoch steigt wie bei der Rekordflut 2002, berichtet ZDF-Reporter Thomas Bärsch. In Grimma ziehe sich das Wasser derweil zurück. In ihre Häuser könnten die Bewohner indes noch nicht: "Man möchte keine Risiken eingehen."
09:29 Uhr: In Passau ist die Gefahr noch nicht gebannt, aber die Hochwassersituation hat sich in den vergangenen Stunden leicht entspannt, berichtet ZDF-Reporter Axel Storm aus der Stadt. Der Pegelstand der Donau werde im Laufe des Tages auf etwas zehn Meter sinken, dann könne die Trinkwasserversorgung wieder hergestellt werden. Der Hochwasserscheitel sei jetzt etwa auf der Höhe von Regensburg. Dort stehen noch ein bis zwei bange Tage bevor.
09:06 Uhr: Das Moldau-Hochwasser hat in Prag den Höchststand erreicht. Am Morgen rauschten nach Behördenangaben 3.210 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Fluss hinab - normal sind 150. Die Lage wurde als sehr ernst beschrieben. Das steigende Grundwasser bedroht die historische Bausubstanz. Der U-Bahn-Verkehr bliebeingestellt.
08:46 Uhr: Die anschwellende Elbe drängt auch in die Altstadt der sächsischen Stadt Pirna. In flussnahen Gebieten musste in der Nacht der Strom abgeschaltet werden. Bewohner wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.
08:35 Uhr: In Magdeburg ist Katastrophenalarm ausgerufen worden. In Sachsen-Anhalt gilt er weiterhin noch in den Städten Halle, Dessau-Roßlau sowie im Kreis Anhalt-Bitterfeld und im Burgenlandkreis.
08:15 Uhr: Um die Wassermassen im Rhein zu bändigen, ist bei Ingelheim am Morgen ein Polder geflutet worden. Im Laufe des Tages sollten rund 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser in das Becken fließen. Am Mittelrhein wird heute der Hochwasserscheitel erwartet.
07:54 Uhr: Sachsen-Anhalt steht die größte Hochwasser-Welle noch bevor. In der Nacht habe sich die Lage zunächst nicht deutlich verschärft, erklärte das Innenministerium. Heute werden aber Rekord-Pegelstände erwartet. In Halle war die Lage nach Angaben eines Stadtsprechers bereits"dramatisch". Die Saale habe stellenweise die Marke von 7,50 Metern überschritten. In Magdeburg sollte am Morgen ebenfalls Katastrophenalarm ausgelöst werden.
07:28 Uhr: Die Hochwasserwelle aus Sachsen erreichtBrandenburg. In den vergangenen 24 Stunden sind die Pegelstände der Flüsse dort gestiegen, wie das Landesumweltamt mitteilte. Vor allem an der Elbe und der Schwarzen Elster seien die Vorbereitungen zur Bekämpfung von Wassermassen angelaufen. In Herzberg, im Jahr 2002 wochenlang von Hochwasser bedroht, würden vorsorglich Sandsäcke gefüllt. Auch Mühlberg an der Elbe drohe die höchste Alarmstufe 4.
07:10 Uhr: Wegen des weiter steigenden Hochwassers muss ein Ortsteil der Stadt Bitterfeld-Wolfen evakuiert werden. Es sei damit zu rechnen, dass die Fluten der Goitzsche bis nach Bitterfeld vordringen, teilte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit. Daher sei die Evakuierung des Ortsteils Bitterfeld östlich der Bahnlinie angeordnet worden.
06:48 Uhr: Die Stadt Regensburg hat in der Nacht zum Dienstag Katastrophenalarm wegen des Hochwassers ausgerufen. Der Hochwasser-Scheitel werde am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr erwartet, sagte eine Sprecherin der Stadt in Bayern. Mit einer Höhe von 6,80 Meter an der Messstelle "Eiserne Brücke" dürfte der Wasserstand in der Donaustadt so hoch sein wie seit mehr als 130 Jahren nicht.
06:34 Uhr: Im sächsischen Meißen fließt das Hochwasser der Elbe in die Altstadt. Wie eine Sprecherin des Krisenstabs mitteilte, überspülten die Fluten in der Nacht eine Schutzwand. Der Wasserstand habe am Morgen bei knapp acht Metern gelegen. Die Schutzwand misst nur 7,85 Meter. Der Theaterplatz sei bereits überflutet worden. An der tiefsten Stelle stehe das Wasser einen halben Meter hoch, hieß es - Tendenz steigend.
06:17 Uhr: Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist in Dresden in der Nacht zum Dienstag die erste Elbbrücke gesperrtworden. Die Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt, wurde um kurz nach 23 Uhr für Autos geschlossen, wie die Stadt Dresden mitteilte. Fußgänger und Radfahrer dürften sie bis zu einem Pegelstand von 8,50 Metern jedoch weiter überqueren. Die Elbe hatte kurz vor Mitternacht einen Pegel von 7,08 Metern erreicht.
06:04 Uhr: Das Hochwasser im sächsischen Meißen ist in der Nacht zum Dienstag über die Höhe der Schutzwand gestiegen. Es sei davon auszugehen, dass die Altstadt überflutet werde, sagte ein Sprecher des Katastrophenstabs. Die Elbe habe hier einen Pegelstand von 7,89 Metern erreicht. Die Schutzwand misst nur 7,85 Meter.
05:55 Uhr: Sachsen-Anhalt steht die größte Hochwasser-Welle noch bevor. In der Nacht habe sich die Lage zunächst nicht deutlich verschärft, hieß es im Lagezentrum des Innenministeriums. Für heute würden aber Rekord-Pegelstände erwartet. Nach offiziellen Einschätzungen droht dem Bundesland ein noch schlimmeres Hochwasser als bei der Jahrhundertflut 2002. Seither seien aber Deiche saniert und erneuert worden - die Situation sei daher nicht vergleichbar.
05:51 Uhr: Beim Hochwasser in Passau ist nach Einschätzung des Krisenstabs das Schlimmste überstanden. Die Wasserstände von Inn und Donau seien im Laufe der Nacht deutlich gefallen, sagte ein Sprecher. So habe der Pegelstand der Donau um 4 Uhr mit 12,40 Meter mehr als einen halben Meter unter dem Höchststand gelegen.
23:26 Uhr: Das Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands hat im Lauf des Montags dramatische Höchstständeerreicht. In Tschechien mussten 8.000 Menschen ihre Wohnungen räumen. In Prag wurden rund tausend Tiere aus dem Zoo in Sicherheit gebracht. In Tschechien, Österreich und der Schweiz kamen mehrere Menschen in den Fluten ums Leben.
23:02 Uhr: Das Hochwasser macht auch den bayerischen Piraten zu schaffen: Eigentlich wollte die Partei ihr Landeswahlprogramm und ihre Kandidaten am Samstag bei einer Dampferfahrt auf dem Chiemsee vorstellen. Wegen der schwierigen Verkehrsverbindungen und dem Hochwasser auf dem See haben sie den Termin abgesagt.
22:36 Uhr: Sachsen-Anhalt droht nach offiziellen Einschätzungen ein noch schlimmeres Hochwasser als bei der Jahrhundertflut 2002. "Wir haben es mit Wassermassen zu tun, die wir noch nie zu bewältigen hatten", betonte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Halle. Ein Ende sei nicht absehbar, daher sei mit weiter steigenden Pegelständen zu rechnen.
21:59 Uhr: Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (SPD) hat der Klassik Stiftung Weimar schnelle Hilfe bei der Beseitigung der Hochwasserschäden in den historischen Parks zugesagt. Laut der Stiftung wird mit einem Schaden im sechsstelligen Bereich gerechnet. Von der Flut betroffen sind Anlagen, die zum Weltkulturerbe gehören.
21:29 Uhr: Die Landsregierung von Thüringen will in der kommenden Woche eine erste Bilanz der Hochwasserschäden ziehen. Wenn klar sei, was durch die Fluten an Schäden entstanden sei, könne auch über Hilfen gesprochen werden, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) in Erfurt.
20:46 Uhr: Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg richtet sich auf extremes Hochwasser der Elbe ein. Ab Dienstagmorgen 6.00 Uhr gilt der Katastrophenfall, teilt die Stadt mit. Erst am Nachmittag war das Pretziener Wehr geöffnet worden, um die Stadt und das benachbarte Schönebeck vor Überflutung zu schützen.
20:22 Uhr: Angesichts der dramatischen Hochwasserwassersituation hat der Naturschutzbund (NABU) auf Mängel beim natürlichen Hochwasserschutz hingewiesen. Vor allem fehle es an Überflutungsflächen. Viele Flüsse hätten keine Auen mehr. Damit sinke die Möglichkeit, steigende Pegelstände auszugleichen.
19:53 Uhr: Wegen des Hochwassers musste in Passau ein Gefängnis evakuiert werden. Rund 60 Gefangene wurden verlegt - 35 Häftlinge nach Straubing und 24 nach Landshut, teilt das bayerische Justizministerium mit. Ein Gefangener, dessen Entlassung ohnehin morgen anstand, durfte schon heute gehen.
19:23 Uhr: Die Hochwasserlage in Oberbayern entspannt sich langsam etwas. Das teilt die Bezirksregierung mit. Überall in Oberbayern gingen die Pegelstände zurück. Im Landkreis Rosenheim seien 3800 Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, mittlerweile zurückgekehrt.
18:59 Uhr: Das Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands hat am Montag dramatische Höchststände erreicht: Nach Angaben der bayerischen Behörden stieg in der besonders betroffenen Stadt Passau der Pegel auf mehr als 12,60 Meter und übertraf damit die Rekordflut von 1954.
18:39 Uhr: Das Elbe-Hochwasser könnte Brandenburg nach Ansicht von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ähnlich stark treffen wie 2002. Im Gegensatz zu damals sei man aber besser vorbereitet, sagte Platzeck der "Lausitzer Rundschau".
18:27 Uhr: In den deutschen Hochwassergebieten sind seit Samstag rund 4.000 Helfer des Bundes im Einsatz. Das teilte das Bundesinnenministerium mit. Dazu gehören 1400 Soldaten, rund 2000 Kräfte des THW und rund 600 Bundespolizisten. Sie kümmern sich um Aufbau und Sicherung von Deichen mit Sandsäcken, überwachen die Katastrophengebiete aus der Luft, bieten Betroffenen Unterkunft und Verpflegung sowie Begleitung und erste medizinische Versorgung.
18:11 Uhr: Nach dem Ausfall von Trinkwasser, Strom und Telefon in der Passauer Altstadt werden Altenheime mit Tankwagen angefahren. Oberbürgermeister Jürgen Dupper sagte, Brauereien hätten Tankfahrzeuge und die Bundespolizei Tankwagen von Wasserwerfern zur Verfügung gestellt. Der Pegelstand der Donau sei am Nachmittag auf 12,70 Meter gestiegen - "das gab es in den letzten fünf Jahrhunderten nicht", sagte der Oberbürgermeister. Damit sei der Scheitelpunkt aber wohl erreicht.
18:03 Uhr: Hessen schickt 600 Feuerwehrleute zur Hochwasserbekämpfung nach Sachsen. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden der Nachrichtenagentur dpa. Die Helfer kommen nur aus Regionen Hessens, die selbst nicht vom Hochwasser betroffen sind. Siesollten am Montagabend nach Sachsen aufbrechen.
17:47 Uhr: Für den Dienstag wird der Hochwasserscheitel am Mittelrhein erwartet. Bei Ingelheim, nördlich von Mainz, soll ein Polder geflutet werden. Ein weiterer Polder bei Bodenheim - südlich von Mainz - wird eventuell auch geöffnet. Der für Dienstag erwartete Pegelstand bei Mainz wird im Mittel nur alle 20 Jahre erreicht.
17:42 Uhr: In Leipzig sind die Wohngebiete entlang der Pleiße und der Weißen Elster zur Gefahrenzone erklärt worden. Sechs Schulen und 21 Kindertagesstätten bleiben bis einschließlich Donnerstag geschlossen. Die Bürger sollen Wertgegenstände aus den Kellern räumen. Insgesamt seien mehrere 10.000 Menschen von einer möglichen Gefährdung betroffen, hieß es.
17:33 Uhr: Passau wird vom schlimmsten Hochwasser seit dem Jahr 1501 heimgesucht. Am Montagmittag stieg der Pegel an der Donau auf 12,50 Meter und übertraf damit das Jahrhundert-Hochwasser von 1954 mit 12,20 Metern. Nur im Jahr 1501 war das Wasser mit etwa 13,20 Metern noch höher gewesen. Normal für die Jahreszeit wäre jetzt ein Pegelstand von bis zu 4,50 Metern.
17:08 Uhr: Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff hat seine geplante Reise nach Israel wegen des Hochwassers abgesagt. Er wolle vielmehr mit seinen Kollegen in den anderen Bundesländern die Einsätze mitkoordinieren sagte Haseloff bei einer Besichtigung der aktuellen Hochwasserlage nahe Magdeburg.
16:56 Uhr: Die Schulen im sächsischen Pirna bleiben nach Angaben der Stadt voraussichtlich die ganze Woche geschlossen. Bei dem erwarteten Pegel von elf Metern wird es großräumige Verkehrseinschränkungen und Stromabschaltungen geben.
16:40 Uhr: Bad Schandau an der sächsisch-tschechischen Grenze erwartet für den Mittwoch einen Pegelstand der Elbe von 11,50 Metern. Schon bei dem heute erreichten Pegelstand von 7,30 Metern räumten Anwohner ihre Häuser.
16:30 Uhr: Wegen der starken Niederschläge stehen auch die Münchner Trinkwassergebiete unter Hochwasser. Vorsichtshalber versetzen die Münchner Stadtwerke deshalb das Wasser für die Verbraucher mit geringen Mengen Chlor. Die Stadtwerke betonten, das Wasser könne weiter bedenkenlos getrunken werden.
16:20 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich morgen in Passau ein Bild von der Hochwasserlage machen. Das sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Merkel stellte den Opfern des Hochwassers in Deutschlandfinanzielle Hilfe des Bundes in Aussicht.
15:57 Uhr: Im sächsischen Zwickau entspannt sich die Hochwassersituation, die Pegelstände der Mulde sinken. Nach Prüfung der besonders betroffenen Bereiche in Crossen und Schlunzig gaben die Behörden Entwarnung. Die Deiche seien zwar durchweicht, aber stabil, teilte die Stadt mit. Die Menschen könnten nach Hause zurückkehren.
15:47 Uhr: Bis zu 1.000 Bundeswehrsoldaten werden die bayerischen Hilfskräfte im Hochwassereinsatz unterstützen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bedankte sich für die "großartige Hilfeleistung". 650 Soldaten sind bereits seit Montag im Einsatz, weitere 350 sollen nach Herrmanns Angaben noch dazukommen.
15:43 Uhr: Die drei bayerischen Landkreise Miesbach, Mühldorf und Rottal-Inn haben den Katastrophenalarm beendet. Das bestätigte das Innenministerium in München. Zehn Städte und Landkreise des Landes halten den Katastrophenalarm weiter aufrecht.
15:36 Uhr: Die bayerische Staatsregierung will ein Hochwasser-Hilfsprogramm von 150 Millionen Euro auflegen. Das sagte ein Sprecherdes Finanzministeriums in München nach einer Sitzung des Krisenstabs der Landesregierung. In welchem Umfang sich der Bund beteiligt, ist noch unklar.
15:31 Uhr: Im Landkreis Leipzig haben die Helfer mehrere Deiche aufgegeben, sie konzentrieren sich auf die Rettung von Menschen. Die Hilfskräfte erwarten in der Region noch höhere Wasserstände als bei der großen Flut 2002.
15:18 Uhr: Die Behörden bereiten die Evakuierung von ufernahen Objekten und Wohngebieten vor. Vorsorglich werde ein Senioren- und Pflegeheim in Pillnitz evakuiert, das direkt am Ufer steht. Auch das Wohngebiet am alten Elbarm in Dresden-Zschieren soll evakuiert werden.
15:10 Uhr: Am Mittag hat der Pegelstand der Donau in Passau 12,50 Meter erreicht - der höchste jemals gemessene Wert. Zum Teil haben sich die Fluten der beiden Flüsse verbunden - von oben gleichen einige Gebiete der niederbayerischen Stadt einer Seenplatte.
15:07 Uhr: "Ich habe mir immer eingeredet, Eilenburg sei die erste hochwassersichere Stadt, aber ich muss am Ende einsehen: Die Natur ist nicht berechenbar", sagte der Eilenburger Bürgermeister Hubertus Wacker (parteilos).
14:51 Uhr: Die Hochwassersituation bleibt vor allem in Ostthüringen dramatisch. In Gera sowie den Kreisen Greiz und Altenburger Land, wo Katastrophenalarm herrscht, haben bisher mehr als 2.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Das Landratsamt Greiz sprach von einer ersten Entspannung, da die sächsische Talsperre Pöhl voraussichtlich doch nicht überlaufe. In diesem Fall hätte sich der Pegel der Weißen Elster um weitere 20 Zentimeter erhöht.
14:46 Uhr: Die Hochwassersituation in Chemnitz entspannt sich allmählich. Dort begannen teilweise schon die Aufräumarbeiten. Der Katastrophenalarm wurde aufgehoben, bei einem Pegelstand von 3,06 Meter für die Chemnitz gilt nur noch Warnstufe 3, teilte die Stadtverwaltung mit.
14:41 Uhr: Angesichts steigender Pegelstände am Rhein hat der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) den Hochwasser-Tourismus von Schaulustigen für unerwünscht erklärt. Die Helfer in den betroffenen Regionen müssten ungestört arbeiten können, sagte der Minister. Den höchsten Stand soll das Rhein-Hochwasser mit rund sieben Metern am Dienstag erreichen.
14:34 Uhr: Wegen des schweren Hochwassers müssen die Stadtwerke Passau die Trinkwasserversorgung einstellen. Es drohe eineVerunreinigung der Trinkwasserbrunnen, teilte der Krisenstab zur Begründung mit. Das noch vorhandene Wasser in den Hochbehältern sei begrenzt und in einzelnen Bereichen bereits erschöpft. Erwartet wird, dass die Restmengen noch im Laufe des Montags verbraucht werden.
14:25 Uhr: Nach dem Hochwasser 2002 wollten die Stadt Grimma und das Land Sachsen einen möglichst effektiven Schutz. Über das Wie gingen die Meinungen auseinander, berichtet ZDF-Reporter Thomas Bärsch. Letztlich habe man auf eine Schutzmauer gesetzt, die aber noch nicht fertig geworden ist und nun ähneln die Bilder sehr denen von 2002.
14:15 Uhr: Die Menschen in Passau hoffen sehnlichst darauf, dass es aufhört zu regnen, berichtet ZDF-Reporter Axel Storm. "Es ist eine außergewöhnliche Situation." Teilweise stehen die Häuser bis zum ersten Stock unter Wasser. THW und Bundeswehr sind damit beschäftigt, die Leute zu versorgen.
14:06 Uhr: Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) verzeichnet aktuell die größte nationale Einsatzlage seit dem Hochwasser 2002. Fast 28.000 Feuerwehrmänner und -frauen seien seit dem vergangenen Wochenende in den ost- und süddeutschen Hochwassergebieten im Einsatz, teilte der Verband in Berlin mit. Seit dem frühen Morgen seien auch Kräfte aus nicht betroffenen Regionen unterwegs gewesen, um ihre Kollegen zu unterstützen oder abzulösen.
13:55 Uhr: Das Hochwasser behindert streckenweise auch den Bahnverkehr in Sachsen, Thüringen und im Süden von Sachsen-Anhalt. Im Regional- und Fernverkehr kommt es zu Verspätungen, Umleitungen und Ausfällen, teilte die Deutsche Bahn in Leipzig mit. Betroffen ist die Verbindung zwischen Berlin und Prag, dort müssen Züge wegen der Hochwasserlage in Tschechien umgeleitet werden. Reisende können Tickets mit Zugbindung bei Ausfällen umschreiben lassen, Fahrkarten in oder aus Hochwassergebieten werden entgeltfrei erstattet, hieß es.
13:49 Uhr: Bei Hochwasser gehören Sandsäcke zu den wichtigsten Hilfsmitteln. Sie dienen dem Schutz von Gebäuden und der Sicherung von Deichen. Katastrophen hätten immer wieder gezeigt, wie wichtig es in gefährdeten Gebieten sei, einen Vorrat für den Notfall bereitzuhalten, heißt es beim Technischen Hilfswerk. Ein gefüllter Sack aus Jute oder Kunststoff wiegt 15 bis 20 Kilogramm.
13:41 Uhr: Naturschützer fordern mit Blick auf die derzeitigen Überflutungen in Deutschland mehr Raum für Flüsse und Bäche als Schutz gegen Hochwasser. Fast alle Gewässer seien heute in ein Korsett gezwängt mit der Folge, dass das Wasser rasend schnell abwärtsfließe und an großen Flüssen die Pegelstände steigen lasse, teilte der Naturschutzbund Hessen (Nabu) mit.
13:29 Uhr: "Zwei Jahrtausendhochwasser in elf Jahren - das ist einfach zu viel", sagte der Grimmaer Bürgermeister Matthias Berger (parteilos) zum Hochwasser 2002 und 2013. "Wir sind gar nicht in der Lage, aller zehn Jahre unsere Stadt neu aufzubauen."
13:20 Uhr: Hunderte Soldaten sind in Thüringen und Sachsen gegen das Hochwasser im Einsatz. In Sachsen waren es am Montagmittag rund 160 - vor allem im Raum Glauchau (Landkreis Zwickau). Die Zahl ändere sich aber stündlich und nehme immer weiter zu, sagte ein Mitarbeiter der Pressestelle im Lagezentrum der Bundeswehr in Berlin. Rund 650 Bundeswehr-Kräfte sind in Bayern im Einsatz.
13:13 Uhr: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) haben den vom Hochwasser betroffenen Menschen Hilfe zugesichert. "Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass wir alles tun, ihr die Schäden zu erleichtern", sagte Friedrich in Chemnitz bei einem Besuch von sächsischen Hochwassergebieten. Er habe den Eindruck, dass die Einsatzkräfte gut zusammenarbeiteten.
13:05 Uhr: Geflutete Baugruben, lahmgelegte Fabriken, sumpfige Ackerböden: Die deutsche Wirtschaft leidet unter Dauerregen und Hochwasser. Nachdem der lange Winter schon im ersten Quartal beinahe zu einer Rezession geführt hätte, droht wegen der Wetterkapriolen der erhoffte Frühjahrsaufschwung auszufallen.
12:50 Uhr: In Kolbermoor hat sich die Situation an der Mangfall leicht entspannt. Ein Damm, der zu brechen drohte, lässt kein Sickerwasser mehr durch, so ZDF-Reporterin Claudia Vogelmann. Daher gehen Experten davon aus, dass der Damm hält.
12:31 Uhr: Die sächsische Stadt Dresden hat wegender steigenden Fluten für mehrere Stadtteile Katastrophenalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde gebeten, auf unnötige Fahrten mit dem Auto zu verzichten und den Weg für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Die Verwaltung warnte davor, Deiche zu betreten. Es bestehe Lebensgefahr.
12:28 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel wird am Dienstag in die Hochwassergebiete reisen, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Wohin sie genau aufbrechen werde, stehe noch nicht fest, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) befinde sich bereits in den überfluteten Regionen in Grimma und in Glauchau.
12:25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat alle Unwetterwarnungen aufgehoben. Im Süden und Südosten fällt noch zeitweise Regen, die Intensität lässt aber deutlich nach.
12:21 Uhr: Menschen stehen am Rand der Altstadt von Grimma und schauen auf ihre Häuser, berichtet ZDF-Reporter Thomas Bärsch. Vor ein paar Monaten habe man die frisch renovierten Gebäude nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 gefeiert. "Wie kann man nun für den Wiederaufbau motivieren, wenn das Wasser weg ist?", fragt sich nicht nur Thomas Bärsch.
12:08 Uhr: In Passau gibt es neue Hiobsbotschaften, nun ist laut Krisenstab auch die Trinkwasserversorgung gefährdet. Der Pegel liegt jetzt bei 12,30 Metern, berichtet ZDF-Reporter Eike Petering, vermutlich kommen noch 30 bis 40 Zentimeter dazu, bis der Scheitel erreicht ist.
11:49 Uhr: Das Hochwasser des Flusses Weiße Elster ist in Leipzig weiter drastisch gestiegen. Am Montagmorgen wurden dort die Werte für die höchste Alarmstufe 4 überschritten. Südlich von Leipzig sei das Entlastungsbauwerk Zitzschen geöffnet worden. Damit wird der Zwenkauer See mit Wasser aus der Weißen Elster geflutet, um die Stadt Leipzig zu schützen. Innerhalb der sächsischen Großstadt seien die seit 2011 erneuerten Deiche derzeit stabil.
11:39 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wird heute mehrere vom Hochwasser bedrohte Gemeinden besuchen. Gegen 15 Uhr wolle er an der Öffnung des Pretziener Wehrs teilnehmen, teilte die Staatskanzlei mit. Mit der Öffnung sollen Wassermassen um Magdeburg herumgeleitet werden. Anschließend wolle der Regierungschef Halle, Zeitz, Altjeßnitz und Dessau-Roßlau besuchen.
11:29 Uhr: Seit dem Jahrhunderthochwasser 2002 sind in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Umweltministeriums fast 500 Millionen Euro für die Sanierung der Deiche ausgegeben worden. Damit sind etwa die Hälfte der insgesamt 1.312 Kilometer langen Dämme zum Schutz vor Hochwasser auf neuestem Stand. Schwerpunkte waren die Deiche im Raum Dessau-Roßlau und die Stadtdeiche in Jeßnitz und Raguhn (Anhalt-Bitterfeld). Laut Hochwasserschutzkonzeption des Landes besteht bis 2020 ein weiterer finanzieller Bedarf von etwa 600 Millionen Euro.
11:24 Uhr: In Tschechien ist die Hochwasserlage weiter kritisch. In Trutnov im Riesengebirge fanden Rettungskräfte in der Nacht auf Montag im Fluss Upa die Leiche eines Mannes. Östlich von Prag ertrank ein 82-jähriger Rentner in den Fluten eines Baches, wie die Agentur CTK meldete. Die Zahl der Toten stieg damit seit Sonntag auf vier. Zahlreiche Flüsse und Bäche waren über die Ufer getreten. Die höchste Warnstufe 3 galt an mehr als 50 Orten. Angespannt war die Lage auch an der Moldau in Prag.
11:15 Uhr: Der Einsatz in Grimma an der Mulde verläuft relativ ruhig, auch wenn es Skepsis wegen der steigenden Pegel gibt, berichtet ZDF-Reporter Thomas Bärsch. Dadurch dass dieses Mal das Wasser langsamer gestiegen ist und die Mulde nicht so eine hohe Fließgeschwindigkeit hat, sind die Schäden aber vermutlich geringer als 2002.
11:03 Uhr: Der Burgenlandkreis hat wegen Hochwassers den Katastrophenalarm ausgelöst. Zwischen den Landesgrenzen zu Thüringen und Sachsen sei die Weiße Elster flächendeckend über die Deiche getreten, teilte der Leiter des Krisenstabes mit. Zu größeren Schäden sei es aber noch nicht gekommen.
10:56 Uhr: Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat wegen der dramatisch zugespitzten Hochwasserlage eindringlich an die Vernunft der Bürger appelliert. Ulbig zeigte sich verärgert darüber, dass manche Anwohner in Flussnähe die Aufforderung zur Evakuierung missachten. Es habe bereits eine Zwangsräumung gegeben. "Das, was wir hier machen, ist kein Spaß", sagte der Minister.
10:47 Uhr: Angesichts weiter steigender Pegelstände hat sich die Hochwassersituation in Sachsen und Thüringen weiter verschärft. Bei Nitzschka wurde ein Damm unterspült. Im gesamten Bereich des Flusses Wyhra wurde Montagnacht Katastrophenalarm ausgelöst. Auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge löste am Morgen für alle an der Elbe gelegenen Städte und Gemeinden Katastrophenalarm aus.
10:39 Uhr: Die Hilfskräfte sind in der Passauer Altstadt mit 23 Booten unterwegs. Rund 600 Kräfte seien im Einsatz, sagte der Sprecher des Krisenstabs. Seit Montagmorgen seien rund 120 Kräfte von der Bundeswehr dazugekommen. Sie helfen unter anderem bei Füllung und Aufbau von weiteren Sandsäcken.
10:28 Uhr: Wegen der bevorstehenden Schleusenöffnung an der Bleilochtalsperre versuchen Feuerwehren, den Ort Ziegenrück noch hochwasserfester zu machen. Die zusätzlichen Wassermengen der Saale würden vor 12 Uhr in dem Ort mit 700 Einwohnern erwartet, sagte eine Sprecherin des Saale-Orla-Kreises. Der Kindergarten werde bereits evakuiert. Derzeit seien 30 Feuerwehrleute im Einsatz und 25 Tonnen Sand nach Ziegenrück unterwegs. Außerdem sollten Einwohner Autos wegfahren und Wertsachen aus dem Erdgeschoss in höhere Etagen bringen.
10:19 Uhr: Teile von Dresden drohen erneut in den Fluten der Elbe zu versinken. Das Umweltministerium rechnete mit einem Pegel von bis zu neun Metern - das ist fast so viel wie bei der Jahrhundertflut im August 2002 (9,40 Meter). Der Stadtteil Laubegastwäre dann wieder eine Insel - von der Elbe und einem Arm des Flusses eingeschlossen. Die Stadt Dresden ging am Vormittag derweil noch von einem Pegel um 8,50 Meter aus.
10:12 Uhr: Für die beiden Vermissten aus dem Kreis Reutlingen besteht laut Polizei kaum noch Hoffnung. "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass die beiden noch leben", sagte ein Sprecher der Polizei. Das Hochwasser in Baden-Württemberg geht langsam zurück. Zwischen Mannheim und Karlsruhe wurde als Schutzmaßnahme Polder geflutet.
09:54 Uhr: Für die Donau wird jetzt ein Höchststand von 12,50 Metern erwartet. Normal hat er einen Pegel von 4,50 Metern. Der Inn soll auf 9,50 Meter steigen.
09:32 Uhr: DRK Wasserretter haben in Wechselburg (Landkreis Mittelsachsen) mit einem Schlauchboot zwei Menschen aus den Fluten gezogen. Die Rettung zweier weiterer Bewohner misslang, da sie sich der Evakuierung verweigerten, teilte das DRK Sachsen in Dresden mit.
09:16 Uhr: 12.20 ist die Donau in Passau hoch: Die Scheitelwelle könnte auch erst morgen erreicht werden, so ZDF-Reporter Eike Petering.
09:05 Uhr: Die Einsatzkräfte in der Dreiflüssestadt Passau sind an ihren Grenzen angekommen. "Heute Morgen war der Krisenstab nicht mehr zu erreichen", berichtet ZDF-Reporter Eike Petering. Bundeswehrsoldaten sollen im Kampf gegen die Wassermassen mit historischen Höchstständen helfen.
08:58 Uhr: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) informiert sich heute persönlich über die Lage im sächsischen Hochwassergebiet. Am Morgen will er sich zunächst per Hubschrauber einen Überblick in der Region um Zwickau verschaffen. Später sind Gespräche mit Einsatzkräften etwa der ihm unterstehenden Bundespolizei in Grimma und Glauchau geplant.
08:52 Uhr: Für das Obere Elbtal wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Auch hier soll es Evakuierungen geben. In der Muldenstadt Grimma rechnet man damit, dass die Hochwassermarke der Jahrhundertflut von 2002 erreicht wird. Am Morgen stand das Wasser an der Pöppelmannbrücke bei 6,30 Meter und auf dem Markt 1,50 Meter hoch. Unterdessen wurde die Evakuierung der Altstadt fortgesetzt.
08:44 Uhr: Das Hochwasser in Sachsen nimmt dramatische Ausmaße an. Im Landkreis Leipzig wurden am Montagmorgen Dämme aufgegeben, um sich auf die Rettung von Menschen zu konzentrieren. Der Damm bei Nitzschka wurde unterspült, ein Teil der Ortschaft evakuiert. In Frohburg wird die Evakuierung vorbereitet, teilte der Krisenstab des Landkreises Leipzig mit. Im Bornaer Ortsteil Trähna ist das bereits geschehen.
08:40 Uhr: In Passau hat die Donau am Morgen einen Pegel von 12,20 Metern erreicht - das letzte Hochwasser dieser Größenordnung wurde dort zuletzt im späten Mittelalter im Jahr 1501 verzeichnet.
08:32 Uhr: Nach einem Dammbruch der Mangfall in der Nacht zum Montag ist die Hochwasserlage in Rosenheim nach wie vor dramatisch. Ein weiterer Stadtteil musste evakuiert werden, das Wasser steht dort bis zu 1,50 Meter hoch in den Straßen. Und obwohl die Wasserstände der Mangfall inzwischen sinken, sei auch im benachbarten Kolbermoor die Gefahr eines Dammbruches noch längst nicht gebannt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim.
08:23 Uhr: Das Hochwasser in Baden-Württemberg geht langsam zurück. Die Pegel im Land fallen fast überall. Allerdings ist die Lage an Rhein und Main noch kritisch.
08:19 Uhr: Im Altenburger Land in Ostthüringen sind nach Angaben des Katastrophenschutzstabs vom Montagmorgen entlang der Sprotte und Pleiße große Teile der Gemeinden teilweise oder ganz überschwemmt. Mehr als 1.200 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In Serbitz brach ein Damm auf einer Länge von 50 Metern.
08:16 Uhr: Wer selbst schauen möchte, wie die Pegel steigen, kann das im Internet tun: http://www.hochwasserzentralen.de/
08:05 Uhr: Prekär ist die Lage auch im österreichischen Melk, wo die Altstadt teilweise von der Donau überflutet wurde. Niederösterreichs Donau-Bezirke sind zum Katastrophengebiet erklärt worden. Die Feuerwehr warnte Tausende von Anwohner, dass trotz des Aufbaus von Schutzwände in der Wachau ab Montagmittag Überflutungen nicht mehr ausgeschlossen werden könnten. Hunderte Menschen türmten weiter Sandsäcke auf.
08:03 Uhr: In weiten Teilen Österreichs ist die Hochwasserlage nach tagelangen Regenfällen angespannt. Die Pegel der Donau stiegen weiter gefährlich an. Bei Kienstock in der Wachau wurden am Morgen 9,59 Meter gemessen. Für den frühen Abend lautete die Prognose 10,92 Meter, was dem "Jahrhunderthochwasser" vom August 2002 entsprechen würde.
07:58 Uhr: Das Hochwasser behindert auch den Bahnverkehr in Bayern. Insbesondere in Süd- und Niederbayern seien einige Strecken unterbrochen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Betroffen sind unter anderem die Verbindungen München-Salzburg, Traunstein-Ruhpolding sowie zwischen Weilheim und Garmisch-Partenkirchen. Der Bahnhof Rosenheim wurde komplett gesperrt; dort stehen die Züge bereits seit Sonntagabend still.
07:55 Uhr: Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage ist die Schifffahrt auf dem Rhein in der Nacht zum Montag an mehreren Orten eingestellt worden. Betroffen sei der Abschnitt bei Kaub sowie die Strecke zwischen Speyer und Bingen, sagte eine Sprecherin des Hochwassermeldezentrums in Mainz.
07:52 Uhr: Viele Schulen in den Hochwassergebieten in Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bleiben heute geschlossen.
07:50 Uhr: Die Passauer Altstadt und andere Teile des Zentrums der Dreiflüssestadt sind großflächig überspült. In der Altstadt musste der Strom abgestellt werden.
07:48 Uhr: In Passau sind die Wasserstände in der Nacht zum Montag erneut gestiegen. "Wir rechnen damit, dass im Laufe des Tages an Inn und Donau die historischen Höchststände von 1954 erreicht werden", sagte am Morgen ein Sprecher des Passauer Krisenstabs. Am Inn betrug der Wasserstand bereits 9,60 Meter, an der Donau 12 Meter.
07:44 Uhr: Auch in Nordsachsen steigen die Pegel der Mulde weiter. Von den Werten des Hochwassers von 2002 ist man nichtmehr weit entfernt. Besonders betroffen ist die Stadt Eilenburg. Die gesamte Innenstadt wurde evakuiert.
07:41 Uhr: Im Süden Sachsen-Anhalts bleibt die Lage an den Flüssen kritisch. Entlang der Weißen Elster und der Saale gelte überall die Hochwasserwarnstufe 4. Die Werte an den Pegeln steigen weiter. An der Weißen Elster in Zeitz wird für Montagmittag der Scheitelerwartet.
07:39 Uhr: Für Teile von Sachsen gelten bis heute Mittag um 12 Uhr weiter Warnungen vor Dauerregen. Laut Deutschem Wetterdienst muss mit teils schauerartig verstärktem, vereinzelt gewittrigem und vor allem in Staulagen ergiebigem Dauerregen gerechnet werden.
06:44 Uhr: Wassermassen fluten Straßen, Menschen werden in Sicherheit gebracht: Vor allem Süd- und Ostdeutschland versinken im Hochwasser.